Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin

James Tyler Kent (1849-1916)

Der Amerikaner J. T. Kent erprobte viele neue Mittel, die Samuel Hahnemann nicht gekannt oder berücksichtigt hatte. Er war Pionier bei der Verwendung hochpotenzierter Mittel. 1897 veröffentlichte er ein Repertorium, das noch heute eine wichtige Grundlage der homöopathischen Praxis ist. Kents Ansicht war, dass ein Krankheitszustand Ausdruck einer tiefer liegenden Störung des Gesamtorganismus und nicht eine Ansammlung äußerlich wahrnehmbarer, durch die Pathologie der Krankheit erklärbarer Symptome sei. Kent führte Hochpotenzen (bis zu MM = 1.000.000) und die aufsteigende Aneinanderreihung steigender Potenzierungsstufen, die nach ihm benannte Kentsche Skala (z.B. 30 – 200 – 1.000 – 10.000 etc.) ein. Auf Kent geht die Schaffung von Arzneimittelbildern zurück.