Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin

Denkwerkstatt

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde,

am 22.2. wollen wir in der DW 19/1 die „Arzneimittelprüfung“ wieder aufgreifen, Reinhard Flick, der im ECH subcommitee „proving“ mitwirkt, wird mit uns gemeinsam die Frage der Guidelines für AMSES und Verreibungen erörtern, eine aktuelle Fragestellung im ECH. Ich war in Sofia beim heurigen ECH meeting eingeladen, über unsere Erfahrungen und Standards bei Verreibungen zu sprechen und ich werde dazu beim nächsten meeting im Mai in Edinborough ein eintägiges workshop halten. Darüber freue ich mich sehr.  (Am Donnerstag 21.2. um 18h besteht die Möglichkeit, in meiner Orination an einer gemeinsamen Verreibung teilzunehmen – bitte um Anmeldung bei mir, wer kommen möchte).

 

„Methoden der Arzneimittelprüfung auf dem Prüfstand

– Guidelines und Standards“

Die Arzneimittelprüfung ist unser ursprünglich wissenschaftlicher Zugang zur Kenntnis der Arzneien – wesentlich für die Herstellung der Similarität zwischen den Symptomen des Patienten und den Symptomen aus den Prüfungen. Seit Hahnemann hat sich die Praxis der Arzneimittelprüfung verändert und erweitert – neben der klassischen Arzneimittelprüfung gibt es Verreibungsprüfungen, Traumprüfungen, Meditationsprüfungen u.a. in verschiedenen Settings. Wie jede andere wissenschaftliche Methode braucht auch eine Arzneimittelprüfung Regeln, Standards – „Guidelines“ – die die Qualität sichern und Vergleichbarkeit ermöglichen. Es stellt sich daher die Frage, welche Grundlagen und Voraussetzungen unverzichtbar sind, um die Qualität einer Prüfung zu sichern, ohne die kreative Freiheit einzuschränken. Ich und eine recht stabile Prüf-Gruppe haben nun 20 Jahre Erfahrung mit (V)Erreibungen in unterschiedlichen Settings. Mehrere Verreibungsprüfungen wurden genau aufgearbeitet und mit klassischen Arzneimittelprüfungen verglichen, diese Ergebnisse will ich präsentieren. Reinhard Flick ist seit vielen Jahren mit Arzneimittelprüfungen beschäftigt und seit 2011 im „subcommettee provings“ des ECH. Auch dort werden Guidelines und Standards diskutiert und festgelegt, mit allen pros und contras. Wir wollen anschließend an unsere Referate gemeinsam auch aus eurer Erfahrung mit Arzneimittelprüfungen über Richtlinien zur Qualitätsprüfung von verschiedenen Prüfungsmethoden reden und eure Ideen mit einbeziehen.

 

Programm:

18.15: Begrüßung und kurze Einführung (S. Diez)

18.30: Reinhard Flick, „Guidelines für Arzneiprüfungen – brauchen wir das?“

ca 19.15:  Susanne Diez, Arzneimittelprüfungen im Vergleich

Anschließend und gerne auch dazwischen Gespräch, Fragen, Diskussion

 

Im Sommer am 28.6. bei der DW 19/2 plane ich eine Round Table zu den Möglichkeiten und Bedingungen einer guten Zusammenarbeit zwischen Homöopathie und konventioneller Medizin – sind wir verfeindete Geschwister, oder könnten wir ein Team von Experten sein? Ich denke, dass diese Thema uns alle interessiert und ich möchte verschiedene – positive – Standpunkte dazu einladen. Wer gerne dazu mit einem kleinen Impulsreferat beitragen möchte ich herzlich eingeladen, sich rechtzeitig bei mir zu melden. Ich werde auch den einen oder anderen „Schulmediziner“ einladen, die der Homöopathie gegenüber offen sind.

 

Bitte vergesst nicht, euch formlos bei mir anzumelden  susanne.diez@chello.at

 

Die nächsten Termine:

DENKWERKSTATT 1/19, Fr. 22.2.19, 18h, ÖGHM, Methoden der Arzneimittelprüfung auf dem Prüfstand, Reinhard Flick, Susanne Diez

DENKWERKSTATT 2/19, Fr. 28.6.19, 18h, ÖGHM, konventionelle Medizin und Homöopathie – verfeindete Geschwister oder ein Team von Experten?, Round table