Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin

Die Anamnese (Patientengespräch)

Die homöopathische Medizin ist eine individuelle Medizin. Jeder homöopathische Arzt versucht, den kranken Menschen in seiner Gesamtheit zu erfassen und ihn so weit wie möglich in all seinen Eigenheiten zu verstehen und damit seine Erkrankung in einen persönlichen Zusammenhang zu bringen.

Dafür ist ein ausführliches Gespräch = Erstgespräch, Erstannamnese zwischen Arzt und Patient notwendig. Der Patient wird ersucht, möglichst frei und ungezwungen davon zu sprechen, was ihn bewegt.
Besprochen werden nicht nur die Krankheitssymptome, sondern auch sein familiäres und berufliches Umfeld, Belastungssituationen, Stimmungslage etc. Alle auftretenden Symptome sind interessant – egal ob physischer, psychischer oder geistiger Natur. Abgefragt werden z. B. Appetit, Durst, Beschaffenheit von Haut, Harn, Stuhl, Schweiß, Zittern, Schwäche, Abgeschlagenheit, Abneigungen, Schlaf und Träume, Menstruation und vieles mehr.

Dazu kommen die Wahrnehmungen und Beobachtungen durch den Arzt. Die körperliche Untersuchung vervollständigt das Bild.