Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin

Dr. Peithner Sonderpreis für Forschung in der Homöopathie 2018

Allgemeinmedizinerin aus Niederösterreich Melanie Wölk für Masterarbeit ausgezeichnet

Die Homöopathie erfüllt alle Kriterien der evidenzbasierten Medizin! Zu diesem Ergebnis kommt die Allgemeinmedizinerin Melanie Wölk, die im Rahmen ihrer Masterarbeit zur Erlangung des akademischen Abschlusses Master of Science im Universitätslehrgang Natural Medicine, Donau-Universität Krems, die Frage untersucht hat, ob die Homöopathie den Regeln der Evidence based Medicine (EbM) entspricht. Für ihre Masterarbeit mit dem Titel „Eminenz oder Evidenz: Die Homöopathie auf dem Prüfstand der Evidence based Medicine“ wurde Wölk mit dem Dr. Peithner Sonderpreis für Forschung in der Homöopathie ausgezeichnet. Am 23. März überreichten Erfried Pichler und Martin Peithner im Rahmen einer Feier den mit 3.000 Euro dotierten Dr. Peithner Sonderpreis für Forschung in der Homöopathie.

„Gibt es Studien mit Evidenzgrad Ia und Ib, die die Wirksamkeit der Homöopathie nachweisen? Oder steht tradiertes Erfahrungswissen, die Eminenz, vor der wissenschaftlichen Evidenz?“, diese Fragen stellte Melanie Wölk an den Anfang ihrer Recherche. Dabei untersuchte sie Metaanalysen und Reviews der Evidenzklasse Ia, alle zwischen Jänner 2010 und Februar 2016 publizierten randomisierten doppelblinden und kontrollierten klinischen Studien der Evidenzklasse Ib, der Schweizer HTA-Bericht 2006 und die Studie der Australischen Gesundheitsbehörde NHMRC 2015, sowie je zwei populäre Studien, die von Kritikern (Shang 2005, Ernst 2002) und Verteidigern (Frass Sepsisstudie 2005, Linde 1997) der Homöopathie häufig zitiert werden. Ihre Literaturrecherchen erfolgten in speziellen Datenbanken: MEDLINE, Pub-Med, Cochrane Database of Systematic Reviews sowie Cochrance Central Register of controlled Trials.

Das Ergebnis steht fest. Die Homöopathie erfüllt alle Kriterien der evidenzbasierten Medizin! Wölk: „Die Diskussion über die Existenzberechtigung der Homöopathie scheint nicht auf einer vorurteilsfreien und fairen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Thematik zu beruhen, sondern ein irrationaler und höchst emotionaler Streit um Weltbilder zu sein.“

Erfried Pichler gratulierte der Preisträgerin im Namen der ÖGHM: „Für die Homöopathie ist das eine sehr wichtige Arbeit, die wieder zeigt, was wir in der ärztlichen Praxis täglich erleben, nämlich dass homöopathische Arzneimittel wirken. Wölks Untersuchung zeigt weiters deutlich, dass es sehr wohl hochqualitative Homöopathie-Studien gibt und es an der Zeit ist, die Hexenjagd zu beenden, mit der eine wirksame medizinische Therapie diskreditiert werden soll. Konventionelle Medizin und Homöopathie sollten endlich Hand in Hand arbeiten – zum Wohle der Patientinnen und Patienten.“

Die Preisträgerin

Melanie Wölk wurde in Mistelbach geboren, in Wien hat sie Medizin studiert. Nach dem Turnus und während ihrer Arbeit als Vertretungsärztin in Wien und Niederösterreich absolvierte die Allgemeinmedizinerin das Studium „Natural Medicine“ an der Donau-Universität Krems. Seit 1. April 2018 bietet die junge Ärztin gemeinsam mit Matthias Messner in Gerasdorf integrative Medizin zum Wohle ihrer PatientInnen an.

 

 

 

 

 

 

 

 

Pressefoto: Martin Peithner, Erfried Pichler und Melanie Wölk (Foto-Copyrights: © Dr. Peithner KG)