Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin

Ist Homöopathie mehr als Placebo?

Jede Arzt-Patientenbeziehung kann bei jeder Behandlung, jedem Medikament zusätzlich zur Mittelwirkung einen Placeboeffekt bewirken. Das gilt für Antibiotika genauso wie für Homöopathie. Eben deshalb werden Doppelblindstudien und experimentelle Studien durchgeführt, um die tatsächliche Wirkung des Arzneimittels wissenschaftlich festzustellen.

Mittlerweile gibt es über hundert placebokontrollierte Doppelblindstudien, zellexperimentelle und tierexperimentelle Studien zum Thema Homöopathie. Die ärztliche Praxis zeigt an Säuglingen und Kleinkindern, bei chronisch Schwerkranken und bei Patienten auf der Intensivstation, dass Homöopathie gesetzmäßig wirkt. Derartige Wirkungen können niemals nur durch den Placeboeffekt erklärt werden.

Die Behauptung, Homöopathie wirke durch Placebo ignoriert die Erfahrungen von Millionen Menschen weltweit und beruht auf der falschen wissenschaftlichen Annahme, dass Homöopathie durch das chemische Denkmodell der Pharmakologie zu erklären wäre. Die Pharmakologie orientiert sich an Molekülen, die Homöopathie hat keinen molekularen Wirkmechanismus, sondern wirkt nach dem Reiz-Reaktionsprinzip auf das Autoregulationssystem des Körpers ein. Dieses vegetative System wird durch homöopathische Arzneimittel zur Selbstregulation, zur Selbstheilung angeregt.