Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin

Homöopathie stärkt Krebspatientinnen

Januar 4, 2012 von

Interview mit Dr. Michaela Zorzi

Im Krankenhaus Hietzing – an der geburtshilflich-gynäkologischen Abteilung unter der Leitung von Prof. Dr. Paul Sevelda – können Karzinompatientinnen eine begleitende homöopathische Behandlung in Anspruch nehmen. Die homöopathische Ambulanz im Krankenhaus Hiezing besteht seit 12 Jahren und wird von Dr. Michaela Zorzi geleitet.

Was sind die Schwerpunkte der homöopathischen Begleittherapie?

Zorzi: Wir bieten unseren Patientinnen seit mehreren Jahren eine adjuvante homöopathische Behandlung an. Das heißt, im Fall einer Krebserkrankung wird an der Abteilung neben Operation, Chemotherapie und Bestrahlung zusätzlich eine homöopathische Begleittherapie angeboten.

Welche Wirkungen können Sie mit homöopathischen Arzneien erzielen?

Zorzi: Wir können die Nebenwirkungen der Chemotherapie und Bestrahlung – z.B. Läsionen der Mundschleimhaut, Übelkeit, Obstipation, Kreislaufschwäche, interkurrente Infektionen – positiv beeinflussen. Die Patientinnen berichten auch, dass sich Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Schwitzen oder Stimmungsschwankungen deutlich bessern. Die homöopathischen Gaben beeinflussen auch klimakterische Beschwerden, die durch Antihormonbehandlungen hervorgerufen werden.

Ein großer Vorteil ist die nachhaltige Wirkung der Homöopathie: Wir können mit einer mehrjährigen Konstitutionstherapie das Immunsystem langfristig stärken. Und die homöopathischen Medikamente beeinflussen nicht nur die Physis sondern auch die Psyche positiv!

Welche Vorteile hat die homöopathische Therapie?

Zorzi: Die Medikation ist einfach zu handhaben, das können die Patienten leicht und schnell selbst machen. Die Arzneien sind gut verträglich und kostengünstig. Die Homöopathie ist mit der Schulmedizin gut kombinierbar und kommt den Wünschen der Patienten nach Zusatztherapie sehr entgegen. Im Klinikalltag wird die Zusatzbehandlung sehr gut angenommen. Die Resonanz bei den Frauen, die die Therapie in Anspruch genommen haben – rund 300 in 12 Jahren – war durchwegs positiv.