Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin

Homöopathie – eine Heilmethode auch in der heutigen Zeit!

März 14, 2019 von

von Dr. Susanne Diez

Am 26.2.19 fand abends in der Akademie der Wissenschaften die Veranstaltung „Homöopathie – eine akzeptable ‚Heilmethode‘ in der heutigen Zeit ?“ statt. Den Hauptvortrag hielt Univ.-Prof. Dr. Helmut Denk (Pathologe), Univ.-Prof. Dr. Michael Freissmuth (Pharmakologe) als Skeptiker sowie Univ.-Prof. Dr. Michael Frass als Vertreter der Homöopathie waren zu kurzen Statements geladen. Univ.-Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt, Präsident der Gesellschaft der Freunde der Akademie der Wissenschaften, führte als Moderator durch den Abend. Wies schon die Wortwahl im Titel der Veranstaltung auf die beabsichtigte Negativaussage hin, so bestätigte sich diese tendenziöse Haltung, die keinen Widerspruch und keinen Zweifel an den eigenen Aussagen zuließ.

Es macht wenig Sinn, die von den Gegnern der Homöopathie vorgetragenen „Argumente“ zu wiederholen, es sind immer dieselben. Es zeigte sich einmal mehr, dass eine sachliche Auseinandersetzung mit den Gegnern der Homöopathie nicht möglich ist, natürlich entgegen deren eigenen Behauptungen.

Ich möchte jedoch hervorheben, was mich bei dieser Veranstaltung besonders beeindruckt hat:

Es waren überraschend viele Homöopathen und HomöopathInnen anwesend, Ärzte, Tierärzte, Pharmazeuten – und man konnte stolz sein auf die vielen gut begründeten Einwände, die vorgebracht wurden. Alle Homöopathischen Gesellschaften waren vertreten – Elisabeth Lazcano für die ÖGHM, Bernhard Zauner und Barbara Kasper für die ÄKH, Daniela Heger und Petra Weiermayer für die ÖGVH. Für die Arzneimittelhersteller waren die Schwabe Pharma Group – Dr. Peithner/Austroplant GmbH mit zahlreicher Unterstützung anwesend sowie die Fa. Remedia mit Robert Müntz vertreten. Weitere Pharmazeuten, Ärzte und Tierärzte unterstützten durch ihre Präsenz. Das Referat der Ärztekammer / Komplementärmedizin war durch Doris Schöpf vertreten, die Tierärztekammer durch Präsident Kurt Frühwirth und die Apothekerkammer durch Ilse Muchitsch. Aber auch zahlreiche Patienten, die über die Initiative „Homöopathie hilft“ von der Veranstaltung erfahren hatten, sind dankend zu nennen. Kollegen und Kolleginnen sowie Patienten, die klar wussten, wofür sie einstanden, Zusammenhalt demonstrierten und sich trotz aller Versuche des Moderators, Fragen unter den Tisch fallen zu lassen, mit persönlichem Angriff Wortmeldungen abzubrechen („das berührt Sie jetzt aber persönlich emotional“) und abwertende Kommentare einzuwerfen, sachlich blieben. Univ.-Prof. Dr. Michael Frass (ihm wurde als Einzigem schon bei der Vorstellung der Professorentitel unterschlagen) war ja nur ein kurzes aber umso mehr großartiges Pro-Statement gewährt, in welchem er vor allem auch auf den konstruktiven Ansatz der Zusammenarbeit zwischen konventioneller und integrativer Medizin hinwies, deren unterschiedliche Perspektiven aufzeigte, die einander zum Wohl des Patienten ergänzen und keine Gegnerschaft rechtfertigen. Herzlicher Dank möge auch an alle Professoren ausgesprochen werden, die uns Homöopathen schriftlich unterstützten (Univ.-Prof. Dr. Matthiessen, Univ.-Prof. Dr. Jütte, Univ.-Prof. Dr. Dinges, Univ.-Prof. Dr. Walach u.a.) – viele von ihnen wären gerne auch gekommen, wenn der Termin der Veranstaltung früher bekannt gewesen wäre.

Außer dieser erfreulichen Tatsache des gemeinsamen Auftritts der Homöopathen gab es für mich einen zweiten Punkt, der mich beeindruckte, allerdings als ehrliches Entsetzen. Waren bisher die Gehässigkeiten gegen die Homöopathie zumeist von Journalisten und Politikern oder anderen meist fragwürdigen „Experten“ gekommen, so wurde ich an diesem Abend Zeugin eines Bankrotts der Wissenschaft selbst. Wenn ernsthafte und geehrte Professoren sich selbst in fachfremden Gebieten zu Experten erklären, mit denselben Argumenten, wie sie in den Medien zu hören sind, ihre Meinung als wissenschaftlich deklarieren, renommierte Institute und Wissenschaftler mit einem lapidaren Satz abwerten (z.B. die Arbeiten von Dr. Teixeira) und unterstellen, man hätte diese Arbeiten ja gar nicht gelesen (um nur einige der zahlreichen peinlichen Aussagen zu nennen) – dann ist das ein Armutszeugnis, das sich die Wissenschaft selbst ausstellt. Als wüssten die Professoren nicht selbst ganz genau, wie schwierig und kontroversiell Studien (vor allem auch Studien der konventionellen Medizin!) beurteilt und interpretiert werden können, wie oft sie auch manipuliert und gefälscht werden im Interesse der Auftraggeber (was die konventionelle Medizin viel mehr betrifft als Homöopathen, die kaum Sponsoren für ihre wissenschaftliche Arbeit finden). Nicht zuletzt darf man sich auch wundern, wenn gleichzeitig genannt wird, dass die Kosten für homöopathische Arzneien ja nur 1% der Gesamtkosten für pharmazeutische Produkte betragen und dass sie daher (sic!) eine enorme Einnahmequelle darstellen. Ein Kommentar dazu erübrigt sich genauso wie zur Aussage von Univ.-Prof. Dr. Denk, er hätte ja gar nichts gegen die Homöopathie, diese Aussage jedoch mit dem Cover von Profil „Nachruf auf die Homöopathie“ mit einem Kreuz aus Globuli auf schwarzem Grund unterlegte und am Ende des Abend mit einem klaren „Nein“ zur Homöopathie schloss. Wenn aber in seiner PowerPoint Präsentation: „Zusammenfassung der Stellungnahme der EASAC Arbeitsgruppe (September 2017)“ der peinliche Fehler passierte, dass von „homöopathische Produkten“ (wie alle Medizinprodukten) gesprochen wird, dann tappt die erwähnte EASAC-Arbeitsgruppe in bedenklicher Unklarheit über den Rechtsstatus homöopathischer Arzneien, der in der „Gesamte Rechtsvorschrift des Arzneimittelgesetz“ klar definiert ist, ganz zu schweigen von der Kenntnis des Unterschieds zwischen zugelassenen und einem registrierten homöopathischen Arzneimittel und den zugrunde liegenden EU Direktiven. Die bei diesem Vortrag erwähnten „Sicherheitsbedenken“ eventueller (auch nachgewiesener??) mangelhafter Qualitätskontrollen bei der Herstellung „homöopathischer Produkte“, lassen auf gravierende Informationsmängel der EASAC in Bezug auf Herstellungserfordernisse homöopathischer Arzneien schließen. Diese Taktiken, um nur einige zu nennen und die wohl alle durchschauen konnten, sind der Wissenschaft unwürdig. Angesichts der Tatsache, dass so viele hochqualifizierte Vertreter der Homöopathie anwesend waren, was wohl niemandem entgangen sein dürfte, wiegt der unprofessionelle und abwertende Umgang mit dem Auditorium doppelt disqualifizierend.

Ich achte die Wissenschaft sehr und trage selbst, so viel ich kann, dazu bei, die Diskussion um die Wissenschaftlichkeit der Homöopathie zu führen, doch ich verstehe Wissenschaft als eine sachliche, faire Auseinandersetzung, als ein ständiges neugieriges Fragen und Forschen.

Ich weiß nicht, was die Gegner der Homöopathie tatsächlich bezwecken und warum sie sich gegen eine Methode mit Mitteln der Verleumdung und des Hasses mit aller Kraft ins Zeug legen, die so viel wie keine Schäden für Patienten aufweist (auch diese Frage wurde gestellt und blieb unbeantwortet). Ich weiß aber, dass wir alle gemeinsam standhalten können, wenn wir wie an diesem Abend selbst sachlich und klar bleiben und einander gegenseitig solidarisch unterstützen. Dann mache ich mir keine Sorgen um die Homöopathie!


Artikel zum Nachlesen

Dezember 21, 2018 von
Österreichische Apotheker-Zeitung (ÖAZ): Homöopathie im Kreuzfeuer

Die ÖAZ veröffentlichte in ihrer neuesten Ausgabe einen Artikel über Homöopathie, in dem Mag. Jürgen Rehak, Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes, ein klares Bekenntnis zur Homöopathie ablegt. Der Artikel hier zum Nachlesen >> PDF

DA – Die Apotheke: „Die Kraft der Homöopathie“

Interview: Wird die Methode zu Recht kritisiert?

Dr. Erfried Pichler über den Stellenwert der alternativen Methode >>PDF

Herausgeber:
Österreichische Apotheker-Verlagsgesellschaft m.b.H.
www.apoverlag.at | E-Mail: direktion@apoverlag.at

  • Homöopathie. „Wer heilt, hat Recht“ Ein Fakten-Check. ÖAZ, 72. Jahrgang, 17. Dezember 201, Nr. 26
  • DA – Die Apotheke, 01/2019

Zum Nachhören

November 30, 2018 von
  • Dr. Volker Neubauer in Cafe Puls >> leider nicht mehr verfügbar
  • Dr. Leopold Drexler in Vorarlberg HEUTE >> leider nicht mehr verfügbar
  • Dr. Ilse Fleck-Vaclavik im ZIB Magazin auf ORF 1 >> leider nicht mehr verfügbar
  • Dr. Elisabeth Lazcano in der ZIB24 (Live-Diskussion mit Dr. Sigrid Pilz) >> leider nicht mehr verfügbar
  • Dr. Elisabeth Lazcano und Dr. Ilse Fleck-Vaclavik in Daheim in Österreich >> leider nicht mehr verfügbar
  • Dr. Volker Neubauer in Wien HEUTE >> leider nicht mehr verfügbar
  • Dr. Volker Neubauer in Connected auf fm4 >> leider nicht mehr verfügbar
  • Dr. Thomas Peinbauer im Ö1 Mittagsjournal >> leider nicht mehr verfügbar

Uni Wien stoppt Homöopathie, Linz beginnt damit

November 30, 2018 von

Wiener Patientenanwältin fordert Verkaufsverbot von Homöopathie – Apotheker halten Kritik für unangebracht

Von Barbara Rohrhofer, 30. November 2018 – 05:54 Uhr / OÖ Nachrichten

Harte Zeiten für die sanften Naturheilmittel: Die Medizin-Uni Wien hat das Wahlfach Homöopathie gestrichen – mit der Begründung, die Lehrveranstaltung sei nicht mit dem Bekenntnis der Uni zur „evidenzbasierten“ Medizin vereinbar. Auch auf der Homepage der MedUni Graz findet sich ein Hinweis darauf, dass „bis auf weiteres keine Homöopathie-Vorlesungen mehr stattfinden“. In Innsbruck werden ebenfalls keine derartigen Veranstaltungen angeboten.

„Von Studenten gewünscht“

Die MedUni Linz hingegen bietet im Herbstsemester erstmals das Wahlmodul „Komplementärmedizin“ an. Verantwortlicher ist Thomas Peinbauer, Allgemeinmediziner und Homöopath im Primärversorgungszentrum Haslach im Mühlviertel.

„Diese Lehrveranstaltung wurde von unseren Studenten bei einer Bedarfserhebung extrem nachgefragt“, sagt Univ.-Prof. Andrea Olschewski, Vizerektorin für Medizin in Linz. „In diesem Modul werden Einsatzmöglichkeiten und auch die Grenzen von Komplementärmedizin im Verhältnis zur Schulmedizin behandelt. Es geht dabei um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema.“ So sei es den Studenten möglich, Themen wie Homöopathie zu bewerten. Die MedUni Linz halte sich dabei an die entsprechenden Ausbildungsrichtungen der Österreichischen Ärztekammer.

Völlig gegen die Homöopathie richtet sich die Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz. Sie hat sich sogar für ein Verkaufsverbot in Apotheken ausgesprochen. Dies findet Monika Aichberger, Vizepräsidentin der Apothekerkammer Oberösterreich, völlig überzogen und unbegründet. „Es gibt viele Menschen, die ein Interesse an Homöopathie haben, die sich nicht nur auf Globuli beschränkt, sondern eine komplementärmedizinische Richtung ist, die im Bereich der Selbstmedikation einen hohen Stellenwert hat.“

Was ist Homöopathie?

Homöopathie ist ein Konzept, das der deutsche Mediziner Samuel Hahnemann Ende des 18. Jahrhunderts schuf, um mit verschiedensten, stark verdünnten Stoffen Krankheiten zu behandeln. Die Krankheitssymptome sollen dabei mit einer Substanz bekämpft werden, die möglichst ähnliche Symptome verursacht. Außerdem nahm er an, dass seine Mittel umso potenter werden, umso öfter man sie verdünnt. Die Europäische Akademie der Wissenschaften gibt immer wieder zu bedenken, dass es keinen Beleg für die Wirksamkeit gibt. Trotzdem ist Homöopathie in Österreich sehr beliebt, vor allem bei Kopfschmerzen und Erkältungskrankheiten.

 

erschienen auf der Homepage der OÖ Nachrichten >>


Homöopathie unter Beschuss: Was schürt die Angst der Gegner?

November 22, 2018 von

Der Patient ist ein Kunde und als Verbraucher schnell verärgert über Anbieter und Dienstleister, die sich nicht an die Fair-Play-Regeln halten. Die Heftigkeit und Konstanz der Attacken gegen die Homöopathie in der westlichen Welt überrascht die Patienten in einem besonders hohen Maß: Wovor haben die Gegner eigentlich eine so große Angst? Worauf begründet sich diese Aggressivität gegen eine Medizin, die Patienten eine so große Zufriedenheit und Beruhigung bietet? Versuch einer Entschlüsselung.

 

Erwarten Sie von diesem Artikel keine systematischen Gegenargumente bezüglich der massenhaft und vehement vorgebrachten Behauptungen der Gegner der Homöopathie. Die Patienten, die von einigen als leichtgläubig abqualifiziert werden, vertrauen eher ihrer eigenen praktischen Erfahrung statt wissenschaftlichen Erklärungen auf der Grundlage nicht belegbarer Statistiken.

Der Patient verfolgt seine Interessen

Der Patient vergleicht und entscheidet sich für das, was ihm zusagt. Das „Wie“ und „Warum“ ist ihm dabei häufig gleichgültig. Reden wir Klartext: Der Kunde/Patient von heute ist ein ungeduldiges, wechselhaftes und launisches Wesen. Gefällt ihm die Schulmedizin nicht mehr, kehrt er ihr den Rücken. Er hat genug von Nebenwirkungen, herablassenden Ärzten und Sprechzeiten von sechs mit der Uhr gestoppten Minuten. Komplementäre oder alternative Medizinrichtungen, wie beispielsweise die Homöopathie, müssen jedoch ebenfalls Vorsicht walten lassen, denn wenn sie den Patienten nicht überzeugen, lässt er sie fallen. Kurz und bündig. Das ist seine legitime Freiheit. Diese Botschaft richtet sich an alle Gesundheitsdienstleister: Der Kunde/Patient/Bürger hat immer recht, selbst wenn er unrecht hat. Die Dienstleister im Gesundheitswesen müssen sich der Marktnachfrage anpassen, nicht umgekehrt. Sie stehen im Dienst des Patienten. Dieser zahlt ihr Gehalt! Er verdient also ihren Respekt.

Der „Wahnsinn“ der Homöopathie

Menschen mögen zwar naiv und leichtgläubig sein, aber selbst die überzeugendsten Hochstapler werden eines Tages entlarvt. Zum Glück. Was aber die Homöopathie betrifft: Mit welchem Zorn, mit welcher Verzweiflung ihre erbittertsten Feinde sie attackieren! Sie abqualifizieren als monumentale wissenschaftliche Absurdität, ausgedacht vor zweihundert Jahren von einem obskuren deutschen Arzt. Doch trotz seit zwei Jahrhunderten anhaltender heftigster Anfeindungen von verschiedenen Seiten gewinnt die Homöopathie auch weiterhin immer mehr Anhänger.

Warum aber wenden sich die Patienten trotz der Schmähungen der Wissenschaftler und Pharmazeutischen Industrie der Homöopathie zu? Die Antwort ist ganz einfach. Der Patient stellt fest, dass die Homöopathie bei ihm wirkt. Ihm sind die Diskurse, die ihm erklären, warum er sich in die Irre leiten lässt, völlig gleichgültig. Ihm geht es besser, viel besser. Es wirkt. Oft. Nicht immer. Glücklicherweise nicht immer. Denn diese Unvollkommenheit ist der Motor der Dynamik der Homöopathie, ihrer Forschung, ihrer Auswirkungen und ihres über sich selbst Hinauswachsens. Außerdem hat der Homöopath den großen Vorzug, dass er sich Zeit nimmt, gemeinsam mit dem Patienten nachdenkt und ihn in der Distanzierung von noch so heftigen Symptomen unterstützt. Denn dieser Doktor hier sucht nicht nach der Pille, die Symptome unterdrückt, sondern er versucht, den Patienten, seine Eigenschaften und seine individuellen Besonderheiten zu verstehen, die auf den ersten Blick in keinem Zusammenhang mit dem Grund zu stehen scheinen, der den Patienten zu ihm geführt hat. Dieser Arzt praktiziert auf der Grundlage einer offenen oder diskreten Empathie. Er blickt ganzheitlich auf den Patienten, und nicht auf eine Hülle, die ein defektes Organ enthält.

Ein wirkstofffreies Placebo

Natürlich gibt es im homöopathischen Verfahren einen affektiven, subjektiven Aspekt und manchmal auch einen Placebo-Ansatz. In dieser Hinsicht, es abzustreiten wäre gelogen, unterscheidet sie sich übrigens nicht von der Schulmedizin. Trotz der Gegner, die ständig und überall lauthals behaupten, es gäbe absolut keine homöopathische Heilkraft, sind Homöopathen und deren Patienten überzeugt, dass es da noch etwas anderes gibt. Rational betrachtet mögen die Gegner recht haben. Aufgrund der langen Verdünnungskette der Wirkstoffe scheint es logisch, dass von diesen nicht das kleinste Molekül im Arzneimittel verbleibt. Genau diesen Aspekt wollte das belgische DynHom-Projekt durch eine Grundlagenforschung mit hochgradigen Verdünnungen zweier äußerst unterschiedlicher Wirkstoffe untersuchen: Kupfer, ein einfaches chemisches Element, und Winterjasmin, eine Pflanze von hoher organischer Komplexität.

Belgische, französische und italienische Universitäten stellten dem Forschungsteam hochtechnologische Mittel zur Analyse der hochgradig verdünnten homöopathischen Wirkstoffe zur Verfügung. Das Ergebnis: Entgegen aller Logik enthalten diese trotzdem eindeutig nachweisbare Partikel. Unmöglich, und doch sind sie vorhanden!

Andere Forschungen haben nachgewiesen, dass homöopathische Arzneien die Genexpression verändern. Mal stärker, mal schwächer, aber ohne sie zu modifizieren. Dieser biologische Vorgang lässt sich heute durch Technologien der klassischen Molekularbiologie nachweisen.

Ein Todesfall in Italien

Es gibt wissenschaftliche Beweise für die Wirkung der Homöopathie, aber ein Großteil der wissenschaftlichen Gemeinde verweigert ihnen ihre Anerkennung oder hält sie für wenig überzeugend. Die Gegner argumentieren dagegen mit dem Fall eines Kindes in Italien, das nach einer homöopathischen Behandlung an Komplikationen einer Ohrenentzündung verstorben war! Natürlich ist dieser Fall, der in einigen Ländern ein großes Echo in der Presse auslöste, ein schreckliches Drama! Nie erwähnt werden jedoch die in die Hunderttausende gehenden Todesfällen, die jedes Jahr in der gesamten Weltbevölkerung aufgrund der toxischen Wirkung von schulmedizinischen Medikamenten und der großen Anzahl von ärztlichen Kunstfehlern zu beklagen sind. In Frankreich schätzt der Abgeordnete Roland Muzeau die Zahl der jährlichen Krankenhauseinweisungen aufgrund von Medikamentenunfällen auf 150 000, und die Zahl der auf Medikamente zurückzuführenden Todesfälle auf 13 000 bis 18 000. Diese Zahlen stammen aus dem Abschlussbericht der Mediator-Mission und Pharmakovigilanz, den der Sozialausschuss der Nationalversammlung vorgelegt hat.

Drei Medizinrichtungen in Indien

Auf dem indischen Subkontinent fördert der Staat gleichberechtigt die Schulmedizin, die Homöopathie und die Ayurvedische Medizin. Die größte Demokratie der Welt lässt sich erheblich weniger von wirtschaftlichen und finanziellen Überlegungen leiten als der Westen, der von diesen beherrscht wird. Angesichts des Bedarfs einer medizinischen Versorgung von über 1,3 Milliarden Einwohnern belastet sich der indische Staat nicht mit den Launen und Bestrebungen der Industrie. Was also stellen wir fest? Die Wirksamkeit dieser drei Medizinformen in Bezug auf eine statistisch repräsentative Bevölkerung ist, soviel lässt sich feststellen, auf bemerkenswerte Weise vergleichbar. Der einzige Unterschied: Homöopathie und Ayurveda haben kaum bis keine unerwünschten Nebenwirkungen.

Wie wäre es, Patienten nicht länger als Dummköpfe zu sehen?

Wir Patienten verstehen sehr gut, dass die Pharmazeutische Industrie ihre Aktionäre bedienen will. Das gelingt ihr unseres Wissens nach auch hervorragend. Hören wir aber aufmerksam der Marketingaussage der Pharmaindustrie, der Schulmedizin und auch der medizinischen Fakultäten der Universitäten zu: „Der Patient steht an erster Stelle“. Nehmen wir das gebührend zur Kenntnis. Wenn also der Patient tatsächlich das begeistert gefeierte und einzigartige Ideal des gesamten Gesundheitssektors ist, dann fordern wir:

  • Respektierung unseres Rechts der freien Wahl der medizinischen Behandlung.
    Wenn ein Teil des rieseigen Gesundheitssektors ständig und systematisch andere Komponenten und Disziplinen dieses Sektors an greift, besteht die Versuchung einer Beeinflussung des Patienten und eines Angriffs auf die Ehrbarkeit der betroffenen Akteure.
  • Einstellung aller Formen der Herablassung, Erweckung von Schuldgefühlen und Drohungen gegenüber einem Patienten, der sein Recht auf die freie Wahl der medizinischen Behandlung ausübt.
    Die Meinungsverschiedenheit des Patienten ist auch ein Ausdruck seiner Würde.
  • Respektierung des Konzepts der komplementären Medizin.
    Weit über eine reine Alternative (was sie nicht wirklich sind) hinaus, ergänzen die nicht konventionellen Medizinrichtungen auf perfekte Weise die so genannte Schulmedizin. Jede von diesen hat die Fähigkeit zu Ergebnissen, die andere gar nicht oder nur schwer erzielen. Man muss schon sehr bösartig oder unaufrichtig sein, wenn man die Behauptung aufstellt, die komplementären Medizinrichtungen würden die Schulmedizin überschatten oder stünden mit dieser in einem unlauteren Wettbewerb. Die Patienten haben häufig den Eindruck, dass ein solcher Druck eher in die andere Richtung ausgeübt wird.
  • Anerkennung der Tatsache, dass die Medizin keine exakte Wissenschaft ist.
    Die komplementären Medizinformen verdanken ihre Wirksamkeit häufig der Einbeziehung von Parametern, die von der reinen modernen Wissenschaft abweichen. Diese Wissenschaft erfasst, quantifiziert und meistert nur einen Bruchteil der unbeschreiblichen Komplexität des Lebens und der Manifestationen der Intelligenz des Menschen.
  • Unabhängigkeit der klinischen Studien.
    Das am 26. September 2017 von der FAAG (Föderale Agentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte) veranstaltete Symposium „Klinische Studien mit und für Patienten“ hat eindeutig festgestellt, dass lediglich 20 % der durchgeführten klinischen Studien unabhängig sind. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der wissenschaftliche Prozess von 80 % dieser Studien von Pharmaunternehmen mit einem festen Marketingziel gesteuert wird. Welchen Stellenwert haben dabei die Priorität des Patienten und der wissenschaftliche Ansatz? Besteht eventuell ein Zusammenhang von Ursache und Wirkung mit den erschreckenden Statistiken der Sterblichkeitsrate durch Medikamente?

Dieser Text fundiert auf der realen Erfahrung von Patienten und dem, worüber diese untereinander berichten. Die hier enthaltenen Feststellungen sind empirisch und geleitet vom gesunden Menschenverstand und der in der Bevölkerung bestehenden kritischen Haltung. Es ist zweifelsfrei möglich, den hier getätigten Aussagen eine Unmenge von Statistiken gegenüber zu stellen, die diesen widersprechen. Ebenso ist es aber zwangsläufig auch möglich, weitere Statistiken zu finden, die diese Feststellungen bestätigen und die Sichtweise der Patienten stützen.

Diese ständigen Debatten sind fruchtlos und energieraubend. Die Weigerung der Anerkennung eines anderen Ansatzes zeugt nicht von einer offenen Geisteshaltung. Trotz ihrer unzähligen Erfolge und Beliebtheit bei den Patienten ermöglicht das Abstreiten der methodologischen Besonderheiten der komplementären Medizinrichtungen immer, die Haltlosigkeit dieser Disziplinen „wissenschaftlich“ nachzuweisen. In diesem Zusammenhang muss auch darauf hingewiesen werden, dass der wissenschaftliche Ansatz die Neugier einbezieht, das heißt die Offenheit für das Unbekannte und Unerforschte.

Was uns, die Patienten, beruhigt, ist diese Devise, mit der alle einverstanden sind: „Der Patient steht an erster Stelle“. Großartig! Was wäre, wenn alle diese Devise ab sofort auch umsetzen würden? Wenn man damit aufhören würde, uns zum Nachteil einer „Humanbasierten Medizin“ ständig mit einer „Evidenzbasierten Medizin“ auf die Nerven zu gehen?

Pro Homeopathia, dem belgischen Verband der Homöopathie-Patienten, seit 1972.

November 2018

 

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Kostenloser Vortrag

November 5, 2018 von

Wenn der Darm rebelliert

Unverträgliche Nahrungsmittel? Bauchkrämpfe? Durchfall? Fast jede/r Dritte leidet unter Problemen mit der Verdauung. Daher veranstaltet die Sonnenhof-Apotheke in Kooperation mit der Initiative „Homöopathie hilft!“ im Rahmen

der Reihe WISSEN IST GESUND einen Vortragsabend zum Thema „Wenn der Darm rebelliert” am Mittwoch, 21. November 2018, 18.30 Uhr, im Festsaal des Bezirksamt Margareten, 1050 Wien, Schönbrunner Straße 54 (2. Stock). Claudia Maurer spannt einen weiten Bogen von der Homöopathie über Kräutertees und Ernährungstipps bis hin zu altbewährten Hausmitteln, die helfen können Verdauungsbeschwerden in den Griff zu bekommen.

Eintritt frei! Um Anmeldung wird gebeten in der Sonnenhof Apotheke (Schönbrunner Straße 50), telefonisch unter 01/544 63 48 oder per E-Mail an kontakt@sonnenhof-apotheke.at

 

 

Termin: Mittwoch, 21. November 2018, 18.30 Uhr
Ort:
Bezirksamt Margareten (Festsaal, 2. Stock), 1050 Wien, Schönbrunner Straße 54

 


Homöopathie in der Onkologie

April 6, 2018 von

Wertvolle Unterstützung für Krebspatienten

In den letzten Jahrzehnten konnten im Bereich der Krebstherapie maßgebliche Fortschritte erzielt werden. Die Behandlungen sind in vielen Bereichen effizienter und teilweise auch besser verträglich geworden. Ungeachtet dessen bleibt eine Tumortherapie für die Betroffenen eine massive Belastung. Eine ergänzende Homöopathie bietet Patienten eine wertvolle Hilfestellung: Sie kann die Nebenwirkungen der konventionellen Krebstherapie lindern und die Lebensqualität positiv beeinflussen.

„Oft ist erst durch unsere homöopathische Intervention eine optimale Behandlung mit der konventionellen Medizin möglich. Durch das homöopathische Zusatzangebot wird die unabdingbare schulmedizinisch-onkologische Therapie für viele Betroffene erträglicher. Damit blieben ihnen oft neben den Medikamenten gegen den Krebs andere Medikamente und damit auch eventuelle zusätzliche Nebenwirkungen erspart. Außerdem ist die Homöopathie gut geeignet, viele Befindlichkeitsstörungen wie Angst, Schlafstörungen, Aggressivität etc. positiv zu beeinflussen“, berichtet Dr. Erfried Pichler, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) sowie Facharzt für Allgemeinmedizin und homöopathische Medizin in Klagenfurt. Er leitet seit zwei Jahrzehnten mit großem Erfolg die homöopathische Ambulanz an der Kinderonkologie im Klinikum Klagenfurt-Wörthersee. In dieser Zeit wurden rund 300 krebskranke Kinder behandeln. (mehr …)


Dr. Peithner Sonderpreis für Forschung in der Homöopathie 2018

März 28, 2018 von

Allgemeinmedizinerin aus Niederösterreich Dr. Melanie Wölk für Masterarbeit ausgezeichnet

Die Homöopathie erfüllt alle Kriterien der evidenzbasierten Medizin! Zu diesem Ergebnis kommt die Allgemeinmedizinerin Dr. Melanie Wölk, die im Rahmen ihrer Masterarbeit zur Erlangung des akademischen Abschlusses Master of Science im Universitätslehrgang Natural Medicine, Donau-Universität Krems, die Frage untersucht hat, ob die Homöopathie den Regeln der Evidence based Medicine (EbM) entspricht. Für diese Arbeit wurde Wölk mit dem Dr. Peithner Sonderpreis für Forschung in der Homöopathie ausgezeichnet. (mehr …)