Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin

Ohrenentzündung: Behandlungsfehler und Warnung vor Selbstmedikation

Juni 1, 2017 von

In Italien ist ein siebenjähriger Bub – nach 15 Tagen der Erkrankung – an einer Hirnentzündung infolge einer beidseitigen Mittelohrentzündung verstorben. Die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) ist bestürzt über dieses dramatische Ereignis und nimmt diesen traurigen Fall zum Anlass wieder einmal darauf hinzuweisen, dass Krankheiten generell sehr ernst genommen werden müssen.

Die Eltern haben dem Bub die lebensrettenden Antibiotika verweigert, der Homöopath habe die Eltern davor gewarnt, ihren Sohn ins Krankenhaus zu bringen, so lauten die Berichte in der italienischen Presse. „Hier liegt offenbar ein massiver Behandlungsfehler vor“, so Dr. Erfried Pichler, Präsident der ÖGHM, Allgemeinmediziner und Leiter der Ambulanz der Kinderonkologie im Klinikum Klagenfurt. „Antibiotika wären in diesem Fall notwendig gewesen. Es ist auch nicht verständlich, dass der Bub 15 Tage lang ohne erfolgreiche Behandlung in einen immer schlechter werdenden Zustand geriet, ohne dass entsprechend gehandelt wurde. Das ist mit unserem ärztlichen Selbstverständnis nicht vereinbar. Meiner Erfahrung nach bringen homöopathische Interventionen mit homöopathischen Arzneimitteln Verbesserungen innerhalb von Stunden. Und wenn sich keine Besserung einstellt, muss selbstverständlich eine weitere Abklärung der Krankheit und eventuell eine Änderung der Therapie erfolgen.“

In Österreich verfügen alle Homöopathen auch über eine allgemeinmedizinische, sogar häufig auch fachärztliche Ausbildung. „Der homöopathiekundige Arzt entscheidet dann, ob er mit homöopathischen Arzneien oder mit konventionellen Medikamenten behandelt“, so Pichler weiter. Prinzipiell gelte: 80 Prozent aller Ohrenentzündungen würden durch Viren ausgelöst werden. Hier helfen bekanntlich keine Antibiotika. Ob zur Schmerzlinderung und zur Abschwellung homöopathische oder konventionelle Arzneien eingesetzt werden, bleibe dem Arzt überlassen. Die konventionelle Medizin empfiehlt zur Behandlung von Mittelohrentzündungen den Einsatz von Schmerzmitteln und Nasentropfen. Nur wenn eine bakterielle Infektion vorliegt, also in 20 Prozent der Fälle, kommen Antibiotika zum Einsatz. Die Homöopathie – als individualisierte Therapie – hat verschiedene Mittel zu bieten: Belladonna, Apis, Phytolacca, um nur einige zu nennen. Dennoch warnt die ÖGHM an dieser Stelle vor Selbstmedikation. Pichler: „Wir können allen Eltern nur raten: bei Ohrenschmerzen sofort mit dem Kind zum Arzt!“  Alle Ärzte in Österreich (egal ob Vertreter der konventionellen oder homöopathischen Medizin) sollten sich an die medizinischen Leitlinien der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (OEGAM) halten, wonach bei unkomplizierten Mittelohrentzündungen eine sofortige antibiotische Therapie nicht erforderlich ist. Die Diagnose kann nur durch einen Arzt oder eine Ärztin erstellt werden.

 

Bild von Dr. Erfried Pichler zur honorarfreien Verwendung (Copyright: DeSt)


Parlamentarische Bürgerinitiative: Homöopathie als Kassenleistung

Oktober 18, 2016 von

30.000 Österreicherinnen und Österreicher haben ihre Stimme bereits abgegeben. Sie unterstützen mit ihrer Unterschrift die Ziele der parlamentarischen Bürgerinitiative „Homöopathie als Kassenleistung“, die in der vergangenen Woche der Präsidentin des Nationalrates, Doris Bures, übergeben wurde. Wer beabsichtigt, ebenfalls diese Initiative zu unterstützen, kann das mit seiner Unterschrift tun: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/BI/BI_00108/index.shtml

„Wir danken für Ihr Engagement und werden Ihren Antrag gerne im Parlament beraten“, verspricht Nationalratspräsidentin Doris Bures bei der Übergabe der Unterstützungserklärungen am vergangenen Donnerstag im Wiener Parlament. Die Botschafter sind zuversichtlich: Dr. Bernhard Zauner, Dr. Erfried Pichler und Univ. Prof. Dr. Michael Frass – allesamt namhafte Experten der homöopathischen Medizin: „Die Homöopathie ist in Österreich die bei weitem bekannteste und beliebteste komplementärmedizinische Heilmethode. Tausende Österreicherinnen und Österreicher lassen sich regelmäßig homöopathisch behandeln bzw. wenden homöopathische Arzneien an*. Wir werden nichts unversucht lassen, uns für die Rechte und Anliegen unserer Patientinnen und Patienten einzusetzen!“

Ziel der parlamentarischen Bürgerinitiative
•  Übernahme der Kosten für die homöopathische Behandlung bzw. Refundierung der Leistungen durch die Krankenkasse am Beispiel „Psychotherapie“ (hier werden € 40,- pro Sitzung refundiert)
•  Bessere Anerkennung und Integration der Homöopathie im österreichischen Gesundheitssystem
•  Unterstützung aus dem Wissenschaftsministerium bei der Integration der Homöopathie/Komplementärmedizin in die Ausbildung von MedizinstudentInnen
•  Finanzielle Unterstützung für die Forschung im Bereich der Homöopathie
Auch die VolksvertreterInnen beziehen Stellung:

Dr. Eva Mückstein, Abgeordnete zum Nationalrat, Gesundheitssprecherin der GRÜNEN:
„Die GRÜNEN befürworten eine ganzheitliche Medizin, die den Menschen unter Einbeziehung seiner gesamten Persönlichkeit und als soziales Wesen zum Gegenstand therapeutischer Bemühungen macht. Sinnvolle Komplementärmedizin – dazu gehört die Homöopathie – sollte einkommensunabhängig allen PatientInnen zugänglich gemacht werden. Deshalb unterstütze ich die Petition zur Kassenfinanzierung der homöopathischen Behandlung.  Wichtig ist mir auch, dass die Forschung zur Wirksamkeit und zu den Anwendungsmöglichkeiten gefördert und finanziert wird. Auch sollten ÄrztInnen schon in der Ausbildung die homöopathische Behandlungsmethode kennenlernen.“

Josef A. Riemer, Abgeordneter zum Nationalrat, FPÖ, Mitglied des Gesundheitsauschusses: „Die FPÖ setzt sich schon seit Jahren für eine integrative Medizin ein, die den Menschen und nicht die Symptombehandlung in den Mittelpunkt stellt. Dass dabei auch die Homöopathie, als beliebteste komplementärmedizinische Methode, zum Einsatz kommt und auch von den Kassen refundiert wird, gehört zu unseren Zielen. Nicht nur, damit die Österreicherinnen und Österreicher zu ihrem Recht kommen, selbst zu entscheiden, welchen ÄrztInnen sie ihr Vertrauen schenken, auch weil der Einsatz der homöopathischen Medizin die Kosten in unserem Gesundheitssystem nachweislich senkt. Es geht nicht um Schulmedizin versus komplementäre Heilmethoden, es geht um Ganzheitsmedizin. Wir haben den Antrag, die homöopathische Medizin anzuerkennen, schon vor drei Jahren gestellt. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen und unterstützen daher diese Initiative.“

Wer beabsichtigt, ebenfalls diese Initiative zu unterstützen, kann das mit seiner Unterschrift tun: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/BI/BI_00108/index.shtml

*[Quelle: GfK Austria: Homöopathie in Österreich, 2015, Grundgesamtheit 2.000 Personen ab 15 Jahren, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung; Auftraggeber: Dr. Peithner KG]


Zum Hintergrund:

Die Initiative  „Ja – Homöopathie als Kassenleistung“ ist ein Schulterschluss zwischen vielen Österreichischen Homöopathie-PatientInnen, der SIH (StudentInnen Initiative Homöopathie), der ÖGHM (Österreichische Gesellschaft für Homöopathie) und der ÄKH (Ärztegesellschaft für Klassische Homöopathie). Bisher haben mehr als 30.000 UnterstützerInnen (25.000 Unterschriften auf Postkarten und 5.000 digital) ihre Erklärung abgegeben, dass sie die Forderungen der Initiative unterstützen. Sie ist aus zwei Richtungen gewachsen. Auf der einen Seite haben sich engagierte PatientInnen mit dem Wunsch an ihre homöopathischen MedizinerInnen gewandt, eine gerechte Lösung für alle jene ÖsterreicherInnen zu erreichen, die zwar einerseits das Kassensystem finanzieren, aber anderseits zufriedene Homöopathie-PatientInnen sind. Ihnen wird die Abrechnung ihrer Behandlungskosten über einen Tarifposten bei den Krankenkassen verwehrt, obwohl die Homöopathie erwiesenermaßen günstiger arbeitet als die konventionelle Medizin und die Wirksamkeit mittlerweile auch wissenschaftliche erwiesen ist.

Auf der anderen Seite gibt es bei den homöopathischen Ärztinnen und Ärzten schon seit vielen Jahren das Bestreben, Homöopathie als Kassenleistung in Österreich durchzusetzen. Dieses Vorhaben wird natürlich auch von jenen Studentinnen und Studenten der Medizin unterstützt, die sich im Studium für eine Zusatzausbildung im Bereich der Homöopathie entscheiden.

Weitere Infos: http://www.kassenleistung.at

 

Bildinformation:
Übergabe der Bürgerinitiative „Homöopathie als Kassenleistung“ an Doris Bures, Präsidentin des Nationalrates. Im Bild von links: Dr. Eva Mückstein (Gesundheitssprecherin, Nationalratsabgeordnete, Die Grünen), DI Dr. Wolfgang Pirklhuber (Sprecher für Landwirtschaft und Regionalpolitik, Sprecher für Lebensmittelsicherheit, Nationalratsabgeordneter, Die Grünen), Dr. Bernhard Zauner (Arzt für Allgemeinmedizin, Vizepräsident der Ärztegesellschaft für Klassische Homöopathie), Dr. Doris Bures (Nationalratspräsidentin, SPÖ), Dr. Erfried Pichler (Arzt für Allgemeinmedizin, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin), Univ.-Prof. Dr. Michael Frass (Facharzt für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin, Leiter der Spezialambulanz „Homöopathie bei malignen Erkrankungen“, Univ. Klinik für Innere Medizin I, MedUni Wien/AKH Wien) und Josef A. Riemer (Mitglied des Gesundheitsausschusses, Nationalratsabgeordneter, FPÖ)

©wdw
Weitere Bilder unter http://wdw4friends.at/bildersets/bilderset_265.php


Pressefrühstück: Wenn Magen & Darm rebellieren

März 19, 2015 von

die Initiative „Homöopathie hilft!“ und die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) laden anlässlich des Welttages der Homöopathie zum

Pressefrühstück

Wenn Magen & Darm rebellieren – 
Homöopathische Hilfe bei gastrointestinalen Problemen

Wann: Donnerstag, 9. April 2015, 10 Uhr
Wo: Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien
Samuel Hahnemanns Geburtstag am 10. April ist wieder ein Anlass, Neuigkeiten aus der Homöopathie zu kommunizieren. Thema heuer: Wenn Magen & Darm rebellieren – homöopathische Hilfe bei gastrointestinalen Problemen! Zudem informieren die Veranstalter anhand einer neuen GFK-Studie über aktuelle Zahlen und Daten bezüglich der Verwendung der Homöopathie in Österreich.
Weitere Infos: www.homoeopathie.at und www.homoeopathiehilft.at

Auf dem Podium:

  • Mag. Martin Peithner, MBA, Vorsitzender des Fachausschusses OTC, Homöopathie und Phytopharmaka bei der Pharmig, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG:
    „Neue GfK-Studie: Die Hälfte der Österreicher verwendet im Krankheitsfall homöopathische Arzneien“
  • Dr. Erfried Pichler, Arzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Klagenfurt und Wien, Leiter der komplementärmedizinischen Ambulanz der Kinderonkologie Klagenfurt und Präsident der ÖGHM:
    „Akute und chronische Magen-/Darmerkrankungen homöopathisch behandeln“
  • Dr. Gloria Kozel, Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Graz:
    „Wenn Essen krank macht – Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien“
  • Dr. Wolfgang Jezek, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Arzt für Homöopathie in Wien:
    „Magen, Darm & Psyche – wenn das Verdauungssystem reagiert“
  • Univ. Prof. Dr. Michael Frass, Facharzt für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin in Wien:
    Homöopathie wirkt  – nicht nur in der Praxis, sondern auch in der Theorie“

Moderiert wird das Gespräch von Mag. pharm. Sabine Lexer, Apothekerin in der St. Anna Apotheke in Wien-Meidling und Obfrau der Initiative „Homöopathie hilft!“
Wir freuen uns sehr über Ihre Teilnahme. Um Anmeldung wird gebeten unter
office@hennrich-pr.at oder Tel. 01/879 99 07.

Herzliche Grüße

Daniela Hennrich


Homöopathie lindert körperlichen und psychischen Schmerz

April 9, 2014 von

Sehr geehrte Redakteurinnen, sehr geehrte Redakteure,

anlässlich des Geburtstages von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, luden der Verein Initiative „Homöopathie hilft!“ und die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) zum heutigen Pressefrühstück. Es wäre sehr schön, wenn Sie die nachfolgende Pressemeldung und die Termine zum Tag der Homöopathie in Ihrem Medium unterbringen können.

Die Pressemappe finden Sie hier als PDF zum Download:

http://hennrich-pr.at/upload/editor/Pressemappe_Homoeopathie_08_04_14.pdf

Im Anhang finden Sie Fotos zur honorarfreien Verwendung. Weitere Fotos schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage bzw. finden Sie die Bilder des heutigen Pressefrühstücks unter:

https://fotodienst.pressetext.com/album/3323

Herzliche Grüße
Daniela Hennrich

Hennrich.PR
Agentur für Gesundheit und Kommunikation
Bergmillergasse 6/Top 35
A-1140 Wien
Tel. +43 1 879 99 07-0
Fax +43 1 879 99 07-50
Mail: office@hennrich-pr.at
www.hennrich-pr.at

Homöopathie lindert körperlichen und psychischen Schmerz

Viele Krankheiten und Beschwerden lassen sich mit Homöopathie wirksam und nebenwirkungsarm behandeln. Dies gilt sowohl für körperliche als auch psychische Schmerzzustände – egal ob akut (z.B. nach Sportverletzungen), chronisch (etwa aufgrund von Abnützungserscheinungen) oder nach traumatischen Erlebnissen.

Die Homöopathie verfügt über ein breites Armamentarium zur Linderung von Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates und der Wirbelsäule – z.B. Rücken- und Gelenkschmerzen. „Diese Behandlung ist insbesondere für chronische Erkrankungen sinnvoll, aber auch für sogenannte Autoimmunerkrankungen wie etwa bestimmte rheumatische Erkrankungen“, erklärt Dr. Peter-Kurt Österreicher, MSc, Ganzheitsmediziner und Leiter des Referats für Komplementärmedizin der Ärztekammer Niederösterreich. Durch konsequente homöopathische Therapie gelingt es häufig, die – oft von schweren Nebenwirkungen begleiteten – „schulmedizinischen“ Medikamente zu reduzieren, sei es durch eine Verringerung ihrer Anzahl oder ihrer Dosis. So manche dieser Therapien wird dadurch erst erträglich oder möglich. In der Frühphase chronischer Erkrankungen kann durch Homöopathika vielfach eine Umstimmung herbeigeführt und so die Chronifizierung einer Erkrankung verhindert werden.

Wirksame und gut verträgliche Alternative

Auch bei leichten bis mäßigen Sportverletzungen, die mit akuten Schmerzen und Schwellungen einhergehen, bewähren sich homöopathische Arzneien. „So konnte in einer großen Studie1 mit 449 PatientInnen nach Verstauchung des Sprunggelenkes nachgewiesen werden, dass Traumeel® – eine Kombination bewährter homöopathischer Wirkstoffe – eine wirksame und gut verträgliche Alternative zu den häufig eingesetzten nichtsteroidalen Entzündungshemmern (NSAR) darstellt“, berichtet Prim. Univ. Prof. Dr. Karl-Peter Benedetto, Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie des LKH Feldkirch. Die mehrmals tägliche lokale Anwendung von Traumeel® oder Diclofenac führte zu vergleichbaren Ergebnissen bezüglich Schmerzlinderung, Abnahme der Schwellung, Bewegungsfähigkeit und Funktionalität des Sprunggelenkes  sowie Verträglichkeit.

Psychische Belastungen homöopathisch aufarbeiten

„Sexuelle Übergriffe, schwere Krankheiten, wie Krebs oder Verwicklung in lebensbedrohende Unfälle, Verlust des Partners durch Scheidung und Tod können unsere Seelenzustände massiv erschüttern“, weiß Dr. Erfried Pichler, Arzt für Allgemeinmedizin, Homöopathie und Chirotherapie sowie Präsident der Österreichischen Gesellschaft für homöopathische Medizin (ÖGHM). Solche Ereignisse können „tief in den Knochen“ sitzen und zu Angstreaktionen bis hin zu Panikanfällen führen. Diese reichen von Unsicherheit auf den Schiern nach einem Schiunfall, oder Angst beim Autofahren nach Verkehrsunfällen oder Angstzuständen, wenn es sich um die eigene Gesundheit oder die anderer Personen handelt. „Die Beruhigung dieser unangenehmen Seelenzustände ist auch eine Domäne der ärztlichen Homöopathie“, so Dr. Pichler. Sie kennt besonders drei wichtige Arzneien, wenn Menschen durch den Anblick eines Unfalls oder das Erleben eines anderen negativen Ereignisses akut in eine seelische Traumatisierung verfallen: Blauer Eisenhut (Aconitum napellus), Calcium und Opium. In diesen Fällen ist mit einer C30-Potenz häufig eine rasche Linderung und Entspannung erreichbar. Bei länger zurückliegenden dramatischen Ereignissen ist meist eine längere Behandlungsdauer erforderlich.

Neue Studien belegen Wirksamkeit

Homöopathie genießt in der europäischen Bevölkerung hohes Vertrauen, wie aus dem 2012 erschienenen CAMbrella Report2 von CAMbrella, dem ersten EU-finanzierten Forschungsprojekt zu komplementärer und alternativer Medizin (CAM), hervorgeht. Ungeachtet dessen versuchen Skeptiker mit hohem Aufwand, die Homöopathie systematisch in Misskredit zu bringen. Dazu wird häufig eine 2005 in „The Lancet“3 publizierte Metaanalyse zitiert, wonach Homöopathie nicht besser wirke als Placebo. „Im Nachhinein wurden jedoch beträchtliche methodische Mängel dieser Metaanalyse bekannt: Aus insgesamt 110 Studien – davon 27 mit hoher Qualität – wurden nur acht Arbeiten ausgewählt, wobei erst nach zwei Jahren publik wurde, um welche Studien es sich dabei gehandelt hatte“, erläutert Dr. Thomas Peinbauer, Arzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie, Präsident des European Committee for Homeopathy (ECH).

Eine erst kürzlich publizierte Auswertung4 von Metaanalysen gepoolter Daten aus Placebo-kontrollierten klinischen Studien stellt der Homöopathie hingegen ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. Studienautor Robert G. Hahn, Professor für Anästhesie und Intensivmedizin an der schwedischen Universität Linköping, kam zu folgenden Kernaussagen:

  • Um den Schluss ziehen zu können, dass Homöopathie einer klinischen Wirkung entbehrt, müssten 90 Prozent der vorhandenen klinischen Studien außer Acht gelassen werden. Alternativ müssten fehlerhafte statistische Methoden angewendet werden.
  • Die Methode des „Funnel Plot“ – die für die 2005 in „The Lancet“ publizierte Metaanalyse verwendet worden war – erwies sich für die Analyse heterogener Datensätze, wie dies bei der Homöopathie der Fall ist, als fehlerhaft und ist daher ungeeignet.
  • LeserInnen dieser Literatur sollten sich bewusst sein, dass Ideologie in diesen Metaanalysen eine Rolle spielt.

Weitere Infos: www.homoeopathiehilft.at und www.homoeopathie.at

 Literatur:

1)  De Vega CG, et al. Annals of Rheumatic Diseases 2012;Vol. 71:Supp. III (SAT0423).
2)  Walach H, et al. Insights into the Current Situation of CAM in Europe: Major Findings of the EU Project CAMbrella, Forschende Komplementärmedizin 2012;19, Suppl. 2;
http://www.cambrella.eu/home.php?il=205&l=deu
3)  Shang A, et al. Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy. The Lancet 2005;366(9487):726-732.
4)  Hahn RG, Homeopathy: Meta-Analyses of Pooled Clinical Data. Forschende Komplementärmedizin 2013;20:376-381. (mehr …)


Homöopathie auf dem Prüfstand

November 5, 2012 von

Wirkung in vielen Studien wissenschaftlich belegt

Die Homöopathie ist eine Regulationstherapie, die sowohl bei akuten als auch chronischen, psychischen und psychosomatischen Krankheiten erfolgreich eingesetzt werden kann. Sie wird in Österreich von speziell ausgebildeten Ärzten ausgeübt. Die Wirkung der Homöopathie wurde mittlerweile in zahlreichen Studien nach höchsten wissenschaftlichen Standards nachgewiesen.

Mit der Homöopathie ist es möglich, Patienten individuell zu behandeln und dabei ganzheitlich alle körperlichen, psychischen, konstitutionellen, biographischen, sozialen und umweltbedingten Aspekte zu berücksichtigen. „Ihre Wirkung konnte in zahlreichen klinischen Studien wissenschaftlich belegt werden“, betonte Ing. Dr. Friedrich Dellmour, Arzt für Allgemeinmedizin.

Intensiv- und Notfallmedizin

So zeigte eine von Univ.-Prof. Dr. Michael Frass, Internist am Wiener Allgemeinen Krankenhaus durchgeführte randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie (1) an 70 Intensivpatienten mit schwerer Sepsis („Blutvergiftung“), dass die zweimal tägliche Gabe eines klassischen homöopathischen Arzneimittels in der Potenz C200 zusätzlich zur intensivmedizinischen Medikation deutliche Vorteile brachte:  Nach 180 Tagen gab es in der homöopathisch behandelten Gruppe mit 76 Prozent (25 von 33) statistisch signifikant (p=0,043) mehr Überlebende als bei den Patienten, die zusätzlich nur Placebo bekamen (50 %; 17 von 34). Ing. Dr. Dellmour: „Die Studie zeigt, dass die Wirksamkeit der Homöopathie mit Doppelblindstudien nach modernsten klinischen Standards nachgewiesen werden kann.“ (mehr …)


Die ÖGHM hat einen neuen Präsidenten gewählt

November 5, 2012 von

Da es sich um einen bekannten Kärntner Arzt handelt, möchten wir ihn im Rahmen eines Pressefrühstücks vorstellen. Weiters werden die Experten über Wirkung und Wirksamkeit der Homöopathie referieren sowie über das Einsparungspotenzial der Gesundheitsausgaben durch den Einsatz der homöopathischen Medizin. Weiters erfahren Sie alles über die neu gegründete Informationsplattform Initiative „Homöopathie hilft“, die den Usern kostenlos eine umfassende Online-Datenbank anbietet. (mehr …)


Homöopathie: Kleine Kugeln – große Wirkung

November 5, 2012 von

In Österreich wird die Homöopathie von erfahrenen Schulmedizinern durchgeführt, die zuerst eine Diagnose erstellen und dann entscheiden, welche Therapieform notwendig, erfolgversprechend und nebenwirkungsarm ist, und die auch eine Erfolgskontrolle der jeweiligen Behandlung durchführen. Sehr zur Zufriedenheit der PatientInnen – mehr als 50 Prozent lassen sich homöopathisch behandeln. Sehr zur Zufriedenheit der Krankenkassen: Durch den Einsatz homöopathischer Mittel lassen sich die Therapiekosten in vielen Fällen reduzieren. (mehr …)


Wenn Magen & Darm rebellieren…

September 6, 2012 von

Im Urlaub haben Magen-Darmstörungen Hochkonjunktur. Klimawechsel, ungewohnte Ernährung, Stress, zu viel Sonne oder aber auch fremde Keime, die mit Speisen und Getränken aufgenommen werden, können Ursache dieser Beschwerden sein. Die homöopathische Medizin wirkt rasch, sanft und sicher.

Der Magen ist der Sitz der Gefühle. Es schlägt etwas auf den Magen oder man frisst etwas in sich hinein. Die Magensäure wiederum greift an, ätzt, zersetzt – sie hat eindeutig aggressiven Charakter. „Ein Mensch, dem etwas nicht passt oder gegen den Strich geht, sagt: ‚ich bin sauer‘, so Dr. Gloria Kozel, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin. „Beginnt der Urlaub schon mit Ärger und Stress, stößt das so manchem sauer auf.“

Brechnuss für die Reiseapotheke

Die erste Arznei für den MAGEN ist NUX VOMICA – die Brechnuss. Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen? Gemeinsam oder nacheinander? Die Nux vomica – Gastritis tritt oft auf infolge von zu viel essen, zu viel trinken – nämlich Alkohol, zu viel Kaffee oder zu viel Stress – oder alles zusammen. Die Magenschmerzen von Nux vomica sind: krampfend, stechend, schneidend, Zusammenkrümmen bessert vorübergehend. Gefühl, als ob ein Stein im Magen liege. Die Stimmung der Nux vomica Patienten ist gereizt, ungeduldig, ärgerlich und jähzornig. Alles ist zu viel! Er/sie erträgt keine störenden Widerstände, keine roten Ampeln oder die Langsamkeit anderer. Er/sie nörgelt herum, gibt anderen die Schuld.

Das Wort „gries-grämig“ spiegelt gleichsam den Gram und den Sand im Getriebe. Es läuft nicht gut für den Betroffenen und der zeigt es auch im Gesichtsausdruck.

Nux vomica ist auch eine wichtige Arznei für Verstopfung auf Reisen, Verstopfung mit erfolglosem Stuhldrang oder abwechselnd Durchfall und Verstopfung.

ARSENICUM ALBUM bei arger Übelkeit und heftigem Erbrechen

Wer schon einmal eine nach dem Kochen noch geschlossene Muschel gegessen hat, weiss, wie elend man sich fühlen kann. Der Patient fühlt sich zum Sterben, er ist leichenblass, erschöpft, nahe einem Kollaps. Der Mund ist trocken, die Lippen brennen. Brennende Schmerzen sind charakteristisch für Arsen. Der Kranke hat brennendes Verlangen nach kaltem Wasser in kleinen Schlucken, kann aber Kaltes nicht behalten. Er erbricht wieder und wieder. Arsen kann es nicht ertragen, Essen nur zu riechen oder zu sehen. Die Übelkeit ist so stark, dass allein der Gedanke an Essen unerträglich ist.

ARSENICUM ALBUM ist auch ein Mittel für Durchfall mit scharfen, übel riechenden, wässrigen Stühlen. Durchfall nach verdorbenen Lebensmitteln. Arsen hat oft Erbrechen und Durchfall gleichzeitig, so dass Toiletten mit einem Handwaschbecken im Urlaub sehr hilfreich sein können. Arsen fühlt sich elend, ruhelos, ängstlich.

Ebenso häufig in der heißen Jahreszeit: Übelkeit mit Aufstoßen, Blähungen und Durchfall. Besonders, wenn die Beschwerden nach dem Essen oder nach dem Sonnenbad (Überhitzung) auftreten, leistet Antimonium crudum gute Dienste. Charakteristisch für den Einsatz von Grauspießglanzerz : „Achten Sie auf Ihre Zunge: Ist sie pelzig und dick weiß belegt, haben sich im Mund Aphten gebildet? Dann ist Antimonium das richtige Mittel“, so Dr. Kozel. „Ebenso significant für Antimonium crudum: Der Patient hat das Gefühl, er habe dauernd einen überladenen Magen, als hätte er zu viel gegessen. Er fühlt das aber gerade dann, wenn der Magen leer ist!“

Auch TABACUM ist eine hilfreiche Arznei für Reise/Seekrankheit, charakterisiert durch heftige Übelkeit und ständiges Erbrechen, Schwindel, Kältegefühl, Zittern und Schwäche, blasses Gesicht. Die Magenbeschwerden werden auffällig besser durch Entblößen des Bauches.

Die Mittel sollten in einer Darreichungsform von C12 oder C30 zur Verfügung stehen.


Kleine Homöopathische Reiseapotheke

Januar 28, 2012 von

Egal ob Sie Ihre Urlaubszeit in einem der beliebten All-Inclusive-Clubs verbringen, oder als Individualtourist unterwegs sind: Eine kleine Reiseapotheke sollte mit ins Gepäck. Viele Apotheken bieten hier eigene Zusammenstellungen an, die die häufigsten Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung, Sonnenbrand oder Insektenstiche berücksichtigen. Im Fall des Falls können Sie dann auf vertraute Medikamente mit deutschen Beipackzetteln zurückgreifen.
Eine gute Investition ist eine kleine homöopathische Reiseapotheke, die nicht viel Platz braucht, lange hält und viele häufig auftretenden Beschwerden gut lindern kann.

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