Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin

Internationale Antibiotika Awareness Woche 2018 – Homöopathie kann helfen

November 15, 2018 von
Eine aktuelle Studie aus Schweden kam zu dem Ergebnis, dass innerhalb der EU im Jahr 2015 33.000 Menschen an Antibiotika-Resistenzen starben. Die Zahl der Todesfälle ist in den letzten Jahren massiv angestiegen. Die WHO hat auch heuer wieder die World Antibiotic Awareness Week ausgerufen, um auf diese Problematik aufmerksam zu machen.

75 Prozent aller Antibiotika werden im nicht stationären Bereich verordnet, oft ohne dass eine bakterielle Infektion oder die Dringlichkeit einer Antibiotikagabe vorläge. In der Veterinärmedizin wird weltweit von 50 Prozent unbegründeter bzw. unsachgemäßer Antibiotika-Anwendung ausgegangen.

Die Wissenschaftler der oben angeführten schwedischen Studie fordern daher u. a. einen gezielten Einsatz von Antibiotika da viel zu häufig Ärzte und Tierärzte diese Medikamente verordnen, obwohl die Patienten sie gar nicht brauchen. Viele Erkältungskrankheiten etwa werden von Viren ausgelöst, gegen die Antibiotika unwirksam sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die korrekte Einnahme (Dosierung, Anwendungsdauer etc.) sowie Auswahl von Antibiotika (Stichwort Antibiogramm, hierbei wird mittels Laboruntersuchung eruiert, auf welches Antibiotikum die Bakterium sensibel sind, also ansprechen).

Neben der Aufklärung der Patienten ist es wichtig, eine weitere Therapieoption, die Komplementärmedizin, insbesondere die Homöopathie, zu haben.

Im „European One Health Action Plan“ der EU Kommission gegen die Antibiotikaresistenzproblematik, wird die Komplementärmedizin als ein potentieller Lösungsansatz genannt, die Forschung in diesem Bereich gefordert und Unterstützung von Seiten der EU Kommission zugesagt. Zudem wird eine weitestgehende Minimierung des Einsatzes von Antibiotika gefordert, da ein nicht korrekter bzw. unbegründeter Einsatz die Resistenzbildung maßgeblich fördert.

Auch die WHO fordert in ihrem Strategiepapier Traditional Medicine Strategy 2014 – 2023 ihre Mitgliederstaaten auf, die Komplementärmedizin in die jeweiligen nationalen Gesundheitssysteme aufzunehmen.

Für das Jahr 2016 wurde in Großbritannien die Anzahl der verschriebenen Antibiotika bei Allgemeinmedizinern mit und ohne komplementärmedizinischer Ausbildung verglichen. Es zeigte sich, dass die Ärzte mit Zusatzausbildung eine niedrigere Verschreibungsrate von Antibiotika haben.

Eine weitere Studie zeigte, dass Patienten, die sich bei der Behandlung von Infekten der oberen Atemwege für einen Arzt mit Zusatzausbildung im Bereich der Homöopathie entschieden haben, weniger Antibiotika verordnet bekommen haben bei gleicher Wirksamkeit und geringeren Nebenwirkungen.

Verschiedene Studien zeigen die Wirksamkeit homöopathischer Arzneien bei der Behandlung von bakteriellen Infektionen sowohl im Zusammenspiel mit Antibiotika als auch als alleinige Therapie. In einer randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie durchgeführt auf der Intensivstation erhielten siebzig Patienten mit schwerer Sepsis zusätzlich zur Standardtherapie eine homöopathische Arznei oder Placebo. Am Tag 180, war die Überlebensrate in der homöopathisch behandelten Gruppe statistisch signifikant höher als in der Placebogruppe. Auch aus dem Bereich der Veterinärmedizin liegen Daten vor. In einer randomisierten, Placebo-kontrollierten, doppelblinden Studie  zur homöopathischen Behandlung von durch das Bakterium Escherichia coli hervorgerufenem Durchfall bei Ferkeln konnte gezeigt werden, dass in der homöopathisch behandelten Gruppe signifikant weniger Ferkel an durch E. coli bedingtem Durchfall erkrankten. Zudem war der Schweregrad der Erkrankung geringer und der Durchfall, sofern er auftrat, von kürzerer Dauer.

In der biologischen Landwirtschaft wird der Einsatz homöopathischer Arzneien in Europa explizit empfohlen: Sie sollen unter bestimmten Umständen gegenüber der konventionellen Medizin bevorzugt werden, heißt es in der entsprechenden EU-Bio-Verordnung der Europäischen Kommission. Erforderlichenfalls dürfen zur Behandlung auch Antibiotika verwendet werden, allerdings mit der Folge, dass die gesetzliche Wartezeit zu verdoppeln ist, was nicht zuletzt auch einen bedeutenden wirtschaftlichen Faktor für die Bauern darstellt. Zudem ist die Häufigkeit der Behandlungen für Biotiere begrenzt.

Die Geschichte der Homöopathie zeigt, dass bereits in Zeiten der Vorantibiotikaära große Erfolge mit der Homöopathie erreicht werden konnte, wie z. B. die zahlreichen Erfolgsberichte über die Cholerabehandlung. Die Homöopathie ersetzt nicht die bei bakteriellen Infektionen notwendigen Antibiotikagaben. Aber homöopathische Therapien sowohl bei Menschen als auch bei Tieren, hier insbesondere in Biobetrieben können helfen einen Therapienotstand zu verhindern und stellen somit einen großen Gewinn für Mensch und Tier dar. Homöopathie kann eine bedeutende Rolle im Kampf gegen die Antibiotikaresistenzproblematik einnehmen.

Pressetext inklusive Literaturangaben

 


Wege des Heilens am 8. und 9. September

August 9, 2018 von

TEM- und TCM-Tage in den Blumengärten Hirschstetten


In Kürze stehen die Blumengärten Hirschstetten wieder ein Wochenende lang im Zeichen der Traditionellen Heilsysteme von Ost nach West mit kostenlosen Vorträgen und Vorführungen im Rahmen des Programms „Wege des Heilens“.

In den Blumengärten Hirschstetten wird seit dem Jahr 2009 die Vielfalt heimischer und auch chinesischer Heilpflanzen präsentiert – bei freiem Eintritt! In diesem passenden Ambiente wird den BesucherInnen vom Samstag, 8. September, bis Sonntag, 9. September, jeweils von 13 bis 18 Uhr, die Vielfalt der therapeutischen Anwendungen der Traditionellen Heilsysteme vermittelt, wie etwa Homöopathie, Heilpflanzen und -pilze, Tuina-Massage oder Qigong im Rahmen von Vorträgen und Vorführungen von ÄrztInnen und anderen ExpertInnen.


Gesundheitsvorträge und Vorführungen im Indischen Zelt

Welche heilsamen Wirkungen PatientInnen von solchen Therapien erwarten dürfen, wird an diesem Wochenende ebenso vermittelt wie praktische Ratschläge zur Selbstanwendung. Die Vorträge und Vorführungen finden zwischen 14 und 18 Uhr im Zelt beim Indischen Garten statt.


Führungen durch die Kräuterbeete

Jeweils um 13 Uhr bietet Gärtnermeisterin Manuela Jahnel gemeinsam mit Ethnobotanikerin Miriam Wiegele, nach deren Konzept die Themengärten in Hirschstetten angelegt wurden, die Gelegenheit, jene Heilpflanzen zu sehen, die üblicherweise nur verarbeitet in Apotheken erhältlich sind.

Zwischendurch lohnt es sich auch, die weitläufige Gartenanlage mit den unterschiedlichsten Themengärten, Irrgarten, Zoo, Insektenspielplatz und Palmenhaus auf eigene Faust zu erkunden. Neu hinzugekommen in diesem Jahr sind übrigens der Pannonische Garten mit geschützten und zum Teil bereits ausgestorbenen Wildpflanzenarten und eine Picknickwiese mit gemütlichen Sitzgelegenheiten unter schattenspendenden Bäumen.

 

Weiter zum detaillierten VERANSTALTUNGSPROGAMM

Der Eintritt ist frei! Anmeldung ist nicht erforderlich.

 


Homöopathie in der Onkologie

April 6, 2018 von

Wertvolle Unterstützung für Krebspatienten

In den letzten Jahrzehnten konnten im Bereich der Krebstherapie maßgebliche Fortschritte erzielt werden. Die Behandlungen sind in vielen Bereichen effizienter und teilweise auch besser verträglich geworden. Ungeachtet dessen bleibt eine Tumortherapie für die Betroffenen eine massive Belastung. Eine ergänzende Homöopathie bietet Patienten eine wertvolle Hilfestellung: Sie kann die Nebenwirkungen der konventionellen Krebstherapie lindern und die Lebensqualität positiv beeinflussen.

„Oft ist erst durch unsere homöopathische Intervention eine optimale Behandlung mit der konventionellen Medizin möglich. Durch das homöopathische Zusatzangebot wird die unabdingbare schulmedizinisch-onkologische Therapie für viele Betroffene erträglicher. Damit blieben ihnen oft neben den Medikamenten gegen den Krebs andere Medikamente und damit auch eventuelle zusätzliche Nebenwirkungen erspart. Außerdem ist die Homöopathie gut geeignet, viele Befindlichkeitsstörungen wie Angst, Schlafstörungen, Aggressivität etc. positiv zu beeinflussen“, berichtet Dr. Erfried Pichler, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) sowie Facharzt für Allgemeinmedizin und homöopathische Medizin in Klagenfurt. Er leitet seit zwei Jahrzehnten mit großem Erfolg die homöopathische Ambulanz an der Kinderonkologie im Klinikum Klagenfurt-Wörthersee. In dieser Zeit wurden rund 300 krebskranke Kinder behandeln. (mehr …)


Dr. Peithner Sonderpreis für Forschung in der Homöopathie 2018

März 28, 2018 von

Allgemeinmedizinerin aus Niederösterreich Dr. Melanie Wölk für Masterarbeit ausgezeichnet

Die Homöopathie erfüllt alle Kriterien der evidenzbasierten Medizin! Zu diesem Ergebnis kommt die Allgemeinmedizinerin Dr. Melanie Wölk, die im Rahmen ihrer Masterarbeit zur Erlangung des akademischen Abschlusses Master of Science im Universitätslehrgang Natural Medicine, Donau-Universität Krems, die Frage untersucht hat, ob die Homöopathie den Regeln der Evidence based Medicine (EbM) entspricht. Für diese Arbeit wurde Wölk mit dem Dr. Peithner Sonderpreis für Forschung in der Homöopathie ausgezeichnet. (mehr …)


Husten, Schnupfen, Heiserkeit? Fieber und Gliederschmerzen?

Februar 14, 2018 von

 

Nicht gleich ein Fall für den Arzt bzw. für eine Antibiotikatherapie! Im Akutfall rasch eingesetzt, verhindert die homöopathische Medizin eine Verschlimmerung der Verkühlung und lindert die Symptome.

Husten? Schnupfen? Heiserkeit und Halsweh? Der „verkühlte“ Österreicher behandelt sich in erster Linie selbst – häufig mit bewährten homöopathischen Arzneien und mit Hausmitteln wie Kräutertees und Wadenwickel. 38,2 Prozent fragen zumindest ihren Apotheker um Rat und kaufen ein nicht verschreibungspflichtiges Medikament, während 35,1 Prozent zum Hausarzt gehen. Was sie in den meisten Fällen von ihm bekommen? Antibiotika! Selten sinnvoll eingesetzt, werden doch nur fünf bis zehn Prozent der Erkältungen tatsächlich von Bakterien ausgelöst. Grossmann R.F.; Chest/113/205 ff (1998). „Momentan wütet der Grippevirus sehr stark – ich schätze, dass mehr als die Hälfte der Schul- und Kindergartenkinder betroffen sind. Mit den richtigen homöopathischen Mitteln, lässt sich die Antibiotikatherapie in vielen Fällen verhindern“, so Dr. Ilse Fleck-Václavik, Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Perchtoldsdorf bei Wien, Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM). Im Folgenden die bewährtesten homöopathischen Arzneien und ein effektives Hausmittel:

Hühnersuppe!

Hühnersuppe gilt als Wunderwaffe gegen und zur Vorbeugung von Erkältungen. Denn sie wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern enthält auch viele wichtige Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe (z.B. Vitamine B1, B6, B12, Eisen und Zink), die das Immunsystem stärken. TCM-Mediziner raten jedoch davon ab, eine Hühnersuppe zu sich zu nehmen, wenn die Erkältung bereits voll ausgebrochen ist. Denn nicht nur der Mensch, sondern auch der krankmachende Keim wird laut TCM durch die Hühnersuppe gestärkt.

 

Häufigste Anwendungsgebiete für homöopathische Arzneien

Erkältungen und grippale Infekte (31 %), Husten (28 %) und Schnupfen (28 %) gehören zu den häufigsten Beschwerden und Krankheiten, bei denen Homöopathika zur Anwendung kommen. Weitere beliebte Einsatzgebiete waren die Erhöhung der Abwehrkräfte (23 %) und Halsschmerzen (18 %), Nervosität (16 %) und Allergien (12 %), Schlafstörungen (12 %) und Verletzungen (12 %). Das geht aus einer Studie hervor, die 2015 von GfK Austria und Dr. Peithner KG bei 2.000 ÖsterreicherInnen ab 15 Jahren durchgeführt wurde.

Hier die wichtigsten Mittel:

Plötzlicher Beginn, blasses Gesicht, kalte Füße: ACONITUM (blauer Eisenhut, Sturmhut)

Aconit ist eine Arznei für den plötzlichen Beginn einer fieberhaften Erkrankung. Gestern noch ganz gesund – heute krank, meistens geht Frieren in kaltem Wind voraus. Die Erkrankung beginnt mit Gliederschmerzen, stechenden Kopfschmerzen und einer verstopften Nase. Der Kopf wird heiß und schwer, Hände und Füße sind eiskalt. Das Gesicht ist blass, auch wenn sich schon Fieber einstellt, der Patient schwitzt nur wenig. Steigt das Fieber, kann Herzklopfen oder eine ängstliche Ruhelosigkeit dazukommen. Aconit, rechtzeitig eingenommen, verhindert, dass die Krankheit in voller Stärke ausbricht. Meistens verschwinden die Symptome schnell und der Patient fühlt sich wieder gesund.

 

Rot, heiß, verschwitzt: BELLADONNA (Tollkirsche)

Wer aber – trotz Aconitum – auch plötzlich – einen roten, heißen Kopf und Schweißausbrüche bekommt, sollte an Belladonna, die Tollkirsche, denken. Alles an Belladonna ist rot, heiß und brennt wie Feuer – rotes Gesicht mit heftigen, pochenden Kopfschmerzen, schlechter bei Erschütterung und Bewegung. Heftige Halsschmerzen, selbst Speichelschlucken ist schwierig. Dazu kommt eine Schwellung der Mandeln, öfters der rechten. Das Fieber steigt sehr hoch, meist rund um Mitternacht. Der Patient ist sehr durstig, trinkt gern kaltes (!) Wasser, schwitzt und dampft richtig dabei, möchte sich abdecken.

 

Gliederschmerzen, Unruhe, Geruchsempfindlichkeit: EUPATORIUM (Wasserhanf)

Auch Eupatorium ist eine Arznei für den plötzlichen Beginn einer Erkrankung. Bei Eupatorium sind schreckliche Gliederschmerzen signifikant, gepaart mit einer inneren Unruhe – ein entsetzlicher Zustand: über einen inneren Impuls zappeln die Beine – zugleich aber verschlechtern sich die Gliederschmerzen. Alles ist wund: Kopfschmerzen mit einem wunden Gefühl im Kopf und auch Husten ruft ein wundes Gefühl in der Brust hervor. Dazu kommen Übelkeit, Magenschmerzen und Geruchsempfindlichkeit auf Speisen, sogar das Denken an Essen ist unangenehm.

 

Schnupfen mit Nasenbluten: FERRUM PHOSPHORICUM (phosphorsaures Eisen)

Ferrum phosphoricum ist angezeigt bei unspezifischen Beschwerden, wenn Aconitum nicht passt: Schnupfen mit Nasenbluten, wenn man sich schnäuzt und gleich drauf blutet die Nase. Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen – immer in Wellen verlaufend. Kindern, die die Arznei brauchen, sieht man das Fieber nicht an, sie springen munter herum. Weitere Symptome: Wenig Schweiß im Fieber, rote Wangen.

 

Schlechte Laune, trockener Husten: BRYONIA (Zaunrübe)

Heftiges Krankheitsgefühl in der Früh, alles ist trocken – Haut, Schleimhäute, besonders im Hals, trockener Husten mit Schmerzen in der Brust. Stechende Kopfschmerzen. Der Patient ist sehr durstig und trinkt – wie bei Belladonna – viel kaltes Wasser in großen Schlucken. Rotes Gesicht im Fieber. Heftige Gliederschmerzen, alles tut weh – jede kleinste Bewegung schmerzt. Bald macht sich schlechte Laune bemerkbar.

 

Bei Kopfgrippe: GELSEMIUM (gelber Jasmin)

Der gelbe Jasmin wird in erster Linie bei einem Infekt eingesetzt, bei dem vorwiegend der Kopf betroffen ist. Der Kopf ist schwer, die Schmerzen beginnen im Hinterkopf, es fühlt sich an, als ob der Kopf mit einer Spange zusammengedrückt werden würde. Kopfhaut und Haare schmerzen. Das Gesicht ist rot, fühlt sich heiß an, Hände und Füße sind kalt, die Zunge erscheint gelb. Dazu kommen Schüttelfrost und Kälteschauer. Viel heller klarer Harn.

 

 

 

 

Bildinformation: Dr. Ilse Fleck-Václavik © Foto Wilke

 

 


Ohrenentzündung: Behandlungsfehler und Warnung vor Selbstmedikation

Juni 1, 2017 von

In Italien ist ein siebenjähriger Bub – nach 15 Tagen der Erkrankung – an einer Hirnentzündung infolge einer beidseitigen Mittelohrentzündung verstorben. Die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) ist bestürzt über dieses dramatische Ereignis und nimmt diesen traurigen Fall zum Anlass wieder einmal darauf hinzuweisen, dass Krankheiten generell sehr ernst genommen werden müssen.

Die Eltern haben dem Bub die lebensrettenden Antibiotika verweigert, der Homöopath habe die Eltern davor gewarnt, ihren Sohn ins Krankenhaus zu bringen, so lauten die Berichte in der italienischen Presse. „Hier liegt offenbar ein massiver Behandlungsfehler vor“, so Dr. Erfried Pichler, Präsident der ÖGHM, Allgemeinmediziner und Leiter der Ambulanz der Kinderonkologie im Klinikum Klagenfurt. „Antibiotika wären in diesem Fall notwendig gewesen. Es ist auch nicht verständlich, dass der Bub 15 Tage lang ohne erfolgreiche Behandlung in einen immer schlechter werdenden Zustand geriet, ohne dass entsprechend gehandelt wurde. Das ist mit unserem ärztlichen Selbstverständnis nicht vereinbar. Meiner Erfahrung nach bringen homöopathische Interventionen mit homöopathischen Arzneimitteln Verbesserungen innerhalb von Stunden. Und wenn sich keine Besserung einstellt, muss selbstverständlich eine weitere Abklärung der Krankheit und eventuell eine Änderung der Therapie erfolgen.“

In Österreich verfügen alle Homöopathen auch über eine allgemeinmedizinische, sogar häufig auch fachärztliche Ausbildung. „Der homöopathiekundige Arzt entscheidet dann, ob er mit homöopathischen Arzneien oder mit konventionellen Medikamenten behandelt“, so Pichler weiter. Prinzipiell gelte: 80 Prozent aller Ohrenentzündungen würden durch Viren ausgelöst werden. Hier helfen bekanntlich keine Antibiotika. Ob zur Schmerzlinderung und zur Abschwellung homöopathische oder konventionelle Arzneien eingesetzt werden, bleibe dem Arzt überlassen. Die konventionelle Medizin empfiehlt zur Behandlung von Mittelohrentzündungen den Einsatz von Schmerzmitteln und Nasentropfen. Nur wenn eine bakterielle Infektion vorliegt, also in 20 Prozent der Fälle, kommen Antibiotika zum Einsatz. Die Homöopathie – als individualisierte Therapie – hat verschiedene Mittel zu bieten: Belladonna, Apis, Phytolacca, um nur einige zu nennen. Dennoch warnt die ÖGHM an dieser Stelle vor Selbstmedikation. Pichler: „Wir können allen Eltern nur raten: bei Ohrenschmerzen sofort mit dem Kind zum Arzt!“  Alle Ärzte in Österreich (egal ob Vertreter der konventionellen oder homöopathischen Medizin) sollten sich an die medizinischen Leitlinien der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (OEGAM) halten, wonach bei unkomplizierten Mittelohrentzündungen eine sofortige antibiotische Therapie nicht erforderlich ist. Die Diagnose kann nur durch einen Arzt oder eine Ärztin erstellt werden.

 

Bild von Dr. Erfried Pichler zur honorarfreien Verwendung (Copyright: DeSt)


Parlamentarische Bürgerinitiative: Homöopathie als Kassenleistung

Oktober 18, 2016 von

30.000 Österreicherinnen und Österreicher haben ihre Stimme bereits abgegeben. Sie unterstützen mit ihrer Unterschrift die Ziele der parlamentarischen Bürgerinitiative „Homöopathie als Kassenleistung“, die in der vergangenen Woche der Präsidentin des Nationalrates, Doris Bures, übergeben wurde. Wer beabsichtigt, ebenfalls diese Initiative zu unterstützen, kann das mit seiner Unterschrift tun: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/BI/BI_00108/index.shtml

„Wir danken für Ihr Engagement und werden Ihren Antrag gerne im Parlament beraten“, verspricht Nationalratspräsidentin Doris Bures bei der Übergabe der Unterstützungserklärungen am vergangenen Donnerstag im Wiener Parlament. Die Botschafter sind zuversichtlich: Dr. Bernhard Zauner, Dr. Erfried Pichler und Univ. Prof. Dr. Michael Frass – allesamt namhafte Experten der homöopathischen Medizin: „Die Homöopathie ist in Österreich die bei weitem bekannteste und beliebteste komplementärmedizinische Heilmethode. Tausende Österreicherinnen und Österreicher lassen sich regelmäßig homöopathisch behandeln bzw. wenden homöopathische Arzneien an*. Wir werden nichts unversucht lassen, uns für die Rechte und Anliegen unserer Patientinnen und Patienten einzusetzen!“

Ziel der parlamentarischen Bürgerinitiative
•  Übernahme der Kosten für die homöopathische Behandlung bzw. Refundierung der Leistungen durch die Krankenkasse am Beispiel „Psychotherapie“ (hier werden € 40,- pro Sitzung refundiert)
•  Bessere Anerkennung und Integration der Homöopathie im österreichischen Gesundheitssystem
•  Unterstützung aus dem Wissenschaftsministerium bei der Integration der Homöopathie/Komplementärmedizin in die Ausbildung von MedizinstudentInnen
•  Finanzielle Unterstützung für die Forschung im Bereich der Homöopathie
Auch die VolksvertreterInnen beziehen Stellung:

Dr. Eva Mückstein, Abgeordnete zum Nationalrat, Gesundheitssprecherin der GRÜNEN:
„Die GRÜNEN befürworten eine ganzheitliche Medizin, die den Menschen unter Einbeziehung seiner gesamten Persönlichkeit und als soziales Wesen zum Gegenstand therapeutischer Bemühungen macht. Sinnvolle Komplementärmedizin – dazu gehört die Homöopathie – sollte einkommensunabhängig allen PatientInnen zugänglich gemacht werden. Deshalb unterstütze ich die Petition zur Kassenfinanzierung der homöopathischen Behandlung.  Wichtig ist mir auch, dass die Forschung zur Wirksamkeit und zu den Anwendungsmöglichkeiten gefördert und finanziert wird. Auch sollten ÄrztInnen schon in der Ausbildung die homöopathische Behandlungsmethode kennenlernen.“

Josef A. Riemer, Abgeordneter zum Nationalrat, FPÖ, Mitglied des Gesundheitsauschusses: „Die FPÖ setzt sich schon seit Jahren für eine integrative Medizin ein, die den Menschen und nicht die Symptombehandlung in den Mittelpunkt stellt. Dass dabei auch die Homöopathie, als beliebteste komplementärmedizinische Methode, zum Einsatz kommt und auch von den Kassen refundiert wird, gehört zu unseren Zielen. Nicht nur, damit die Österreicherinnen und Österreicher zu ihrem Recht kommen, selbst zu entscheiden, welchen ÄrztInnen sie ihr Vertrauen schenken, auch weil der Einsatz der homöopathischen Medizin die Kosten in unserem Gesundheitssystem nachweislich senkt. Es geht nicht um Schulmedizin versus komplementäre Heilmethoden, es geht um Ganzheitsmedizin. Wir haben den Antrag, die homöopathische Medizin anzuerkennen, schon vor drei Jahren gestellt. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen und unterstützen daher diese Initiative.“

Wer beabsichtigt, ebenfalls diese Initiative zu unterstützen, kann das mit seiner Unterschrift tun: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/BI/BI_00108/index.shtml

*[Quelle: GfK Austria: Homöopathie in Österreich, 2015, Grundgesamtheit 2.000 Personen ab 15 Jahren, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung; Auftraggeber: Dr. Peithner KG]


Zum Hintergrund:

Die Initiative  „Ja – Homöopathie als Kassenleistung“ ist ein Schulterschluss zwischen vielen Österreichischen Homöopathie-PatientInnen, der SIH (StudentInnen Initiative Homöopathie), der ÖGHM (Österreichische Gesellschaft für Homöopathie) und der ÄKH (Ärztegesellschaft für Klassische Homöopathie). Bisher haben mehr als 30.000 UnterstützerInnen (25.000 Unterschriften auf Postkarten und 5.000 digital) ihre Erklärung abgegeben, dass sie die Forderungen der Initiative unterstützen. Sie ist aus zwei Richtungen gewachsen. Auf der einen Seite haben sich engagierte PatientInnen mit dem Wunsch an ihre homöopathischen MedizinerInnen gewandt, eine gerechte Lösung für alle jene ÖsterreicherInnen zu erreichen, die zwar einerseits das Kassensystem finanzieren, aber anderseits zufriedene Homöopathie-PatientInnen sind. Ihnen wird die Abrechnung ihrer Behandlungskosten über einen Tarifposten bei den Krankenkassen verwehrt, obwohl die Homöopathie erwiesenermaßen günstiger arbeitet als die konventionelle Medizin und die Wirksamkeit mittlerweile auch wissenschaftliche erwiesen ist.

Auf der anderen Seite gibt es bei den homöopathischen Ärztinnen und Ärzten schon seit vielen Jahren das Bestreben, Homöopathie als Kassenleistung in Österreich durchzusetzen. Dieses Vorhaben wird natürlich auch von jenen Studentinnen und Studenten der Medizin unterstützt, die sich im Studium für eine Zusatzausbildung im Bereich der Homöopathie entscheiden.

Weitere Infos: http://www.kassenleistung.at

 

Bildinformation:
Übergabe der Bürgerinitiative „Homöopathie als Kassenleistung“ an Doris Bures, Präsidentin des Nationalrates. Im Bild von links: Dr. Eva Mückstein (Gesundheitssprecherin, Nationalratsabgeordnete, Die Grünen), DI Dr. Wolfgang Pirklhuber (Sprecher für Landwirtschaft und Regionalpolitik, Sprecher für Lebensmittelsicherheit, Nationalratsabgeordneter, Die Grünen), Dr. Bernhard Zauner (Arzt für Allgemeinmedizin, Vizepräsident der Ärztegesellschaft für Klassische Homöopathie), Dr. Doris Bures (Nationalratspräsidentin, SPÖ), Dr. Erfried Pichler (Arzt für Allgemeinmedizin, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin), Univ.-Prof. Dr. Michael Frass (Facharzt für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin, Leiter der Spezialambulanz „Homöopathie bei malignen Erkrankungen“, Univ. Klinik für Innere Medizin I, MedUni Wien/AKH Wien) und Josef A. Riemer (Mitglied des Gesundheitsausschusses, Nationalratsabgeordneter, FPÖ)

©wdw
Weitere Bilder unter http://wdw4friends.at/bildersets/bilderset_265.php


Pressefrühstück: Wenn Magen & Darm rebellieren

März 19, 2015 von

die Initiative „Homöopathie hilft!“ und die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) laden anlässlich des Welttages der Homöopathie zum

Pressefrühstück

Wenn Magen & Darm rebellieren – 
Homöopathische Hilfe bei gastrointestinalen Problemen

Wann: Donnerstag, 9. April 2015, 10 Uhr
Wo: Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien
Samuel Hahnemanns Geburtstag am 10. April ist wieder ein Anlass, Neuigkeiten aus der Homöopathie zu kommunizieren. Thema heuer: Wenn Magen & Darm rebellieren – homöopathische Hilfe bei gastrointestinalen Problemen! Zudem informieren die Veranstalter anhand einer neuen GFK-Studie über aktuelle Zahlen und Daten bezüglich der Verwendung der Homöopathie in Österreich.
Weitere Infos: www.homoeopathie.at und www.homoeopathiehilft.at

Auf dem Podium:

  • Mag. Martin Peithner, MBA, Vorsitzender des Fachausschusses OTC, Homöopathie und Phytopharmaka bei der Pharmig, Geschäftsführer der Dr. Peithner KG:
    „Neue GfK-Studie: Die Hälfte der Österreicher verwendet im Krankheitsfall homöopathische Arzneien“
  • Dr. Erfried Pichler, Arzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Klagenfurt und Wien, Leiter der komplementärmedizinischen Ambulanz der Kinderonkologie Klagenfurt und Präsident der ÖGHM:
    „Akute und chronische Magen-/Darmerkrankungen homöopathisch behandeln“
  • Dr. Gloria Kozel, Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Graz:
    „Wenn Essen krank macht – Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien“
  • Dr. Wolfgang Jezek, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Arzt für Homöopathie in Wien:
    „Magen, Darm & Psyche – wenn das Verdauungssystem reagiert“
  • Univ. Prof. Dr. Michael Frass, Facharzt für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin in Wien:
    Homöopathie wirkt  – nicht nur in der Praxis, sondern auch in der Theorie“

Moderiert wird das Gespräch von Mag. pharm. Sabine Lexer, Apothekerin in der St. Anna Apotheke in Wien-Meidling und Obfrau der Initiative „Homöopathie hilft!“
Wir freuen uns sehr über Ihre Teilnahme. Um Anmeldung wird gebeten unter
office@hennrich-pr.at oder Tel. 01/879 99 07.

Herzliche Grüße

Daniela Hennrich


Homöopathie lindert körperlichen und psychischen Schmerz

April 9, 2014 von

Sehr geehrte Redakteurinnen, sehr geehrte Redakteure,

anlässlich des Geburtstages von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, luden der Verein Initiative „Homöopathie hilft!“ und die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) zum heutigen Pressefrühstück. Es wäre sehr schön, wenn Sie die nachfolgende Pressemeldung und die Termine zum Tag der Homöopathie in Ihrem Medium unterbringen können.

Die Pressemappe finden Sie hier als PDF zum Download:

http://hennrich-pr.at/upload/editor/Pressemappe_Homoeopathie_08_04_14.pdf

Im Anhang finden Sie Fotos zur honorarfreien Verwendung. Weitere Fotos schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage bzw. finden Sie die Bilder des heutigen Pressefrühstücks unter:

https://fotodienst.pressetext.com/album/3323

Herzliche Grüße
Daniela Hennrich

Hennrich.PR
Agentur für Gesundheit und Kommunikation
Bergmillergasse 6/Top 35
A-1140 Wien
Tel. +43 1 879 99 07-0
Fax +43 1 879 99 07-50
Mail: office@hennrich-pr.at
www.hennrich-pr.at

Homöopathie lindert körperlichen und psychischen Schmerz

Viele Krankheiten und Beschwerden lassen sich mit Homöopathie wirksam und nebenwirkungsarm behandeln. Dies gilt sowohl für körperliche als auch psychische Schmerzzustände – egal ob akut (z.B. nach Sportverletzungen), chronisch (etwa aufgrund von Abnützungserscheinungen) oder nach traumatischen Erlebnissen.

Die Homöopathie verfügt über ein breites Armamentarium zur Linderung von Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates und der Wirbelsäule – z.B. Rücken- und Gelenkschmerzen. „Diese Behandlung ist insbesondere für chronische Erkrankungen sinnvoll, aber auch für sogenannte Autoimmunerkrankungen wie etwa bestimmte rheumatische Erkrankungen“, erklärt Dr. Peter-Kurt Österreicher, MSc, Ganzheitsmediziner und Leiter des Referats für Komplementärmedizin der Ärztekammer Niederösterreich. Durch konsequente homöopathische Therapie gelingt es häufig, die – oft von schweren Nebenwirkungen begleiteten – „schulmedizinischen“ Medikamente zu reduzieren, sei es durch eine Verringerung ihrer Anzahl oder ihrer Dosis. So manche dieser Therapien wird dadurch erst erträglich oder möglich. In der Frühphase chronischer Erkrankungen kann durch Homöopathika vielfach eine Umstimmung herbeigeführt und so die Chronifizierung einer Erkrankung verhindert werden.

Wirksame und gut verträgliche Alternative

Auch bei leichten bis mäßigen Sportverletzungen, die mit akuten Schmerzen und Schwellungen einhergehen, bewähren sich homöopathische Arzneien. „So konnte in einer großen Studie1 mit 449 PatientInnen nach Verstauchung des Sprunggelenkes nachgewiesen werden, dass Traumeel® – eine Kombination bewährter homöopathischer Wirkstoffe – eine wirksame und gut verträgliche Alternative zu den häufig eingesetzten nichtsteroidalen Entzündungshemmern (NSAR) darstellt“, berichtet Prim. Univ. Prof. Dr. Karl-Peter Benedetto, Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie des LKH Feldkirch. Die mehrmals tägliche lokale Anwendung von Traumeel® oder Diclofenac führte zu vergleichbaren Ergebnissen bezüglich Schmerzlinderung, Abnahme der Schwellung, Bewegungsfähigkeit und Funktionalität des Sprunggelenkes  sowie Verträglichkeit.

Psychische Belastungen homöopathisch aufarbeiten

„Sexuelle Übergriffe, schwere Krankheiten, wie Krebs oder Verwicklung in lebensbedrohende Unfälle, Verlust des Partners durch Scheidung und Tod können unsere Seelenzustände massiv erschüttern“, weiß Dr. Erfried Pichler, Arzt für Allgemeinmedizin, Homöopathie und Chirotherapie sowie Präsident der Österreichischen Gesellschaft für homöopathische Medizin (ÖGHM). Solche Ereignisse können „tief in den Knochen“ sitzen und zu Angstreaktionen bis hin zu Panikanfällen führen. Diese reichen von Unsicherheit auf den Schiern nach einem Schiunfall, oder Angst beim Autofahren nach Verkehrsunfällen oder Angstzuständen, wenn es sich um die eigene Gesundheit oder die anderer Personen handelt. „Die Beruhigung dieser unangenehmen Seelenzustände ist auch eine Domäne der ärztlichen Homöopathie“, so Dr. Pichler. Sie kennt besonders drei wichtige Arzneien, wenn Menschen durch den Anblick eines Unfalls oder das Erleben eines anderen negativen Ereignisses akut in eine seelische Traumatisierung verfallen: Blauer Eisenhut (Aconitum napellus), Calcium und Opium. In diesen Fällen ist mit einer C30-Potenz häufig eine rasche Linderung und Entspannung erreichbar. Bei länger zurückliegenden dramatischen Ereignissen ist meist eine längere Behandlungsdauer erforderlich.

Neue Studien belegen Wirksamkeit

Homöopathie genießt in der europäischen Bevölkerung hohes Vertrauen, wie aus dem 2012 erschienenen CAMbrella Report2 von CAMbrella, dem ersten EU-finanzierten Forschungsprojekt zu komplementärer und alternativer Medizin (CAM), hervorgeht. Ungeachtet dessen versuchen Skeptiker mit hohem Aufwand, die Homöopathie systematisch in Misskredit zu bringen. Dazu wird häufig eine 2005 in „The Lancet“3 publizierte Metaanalyse zitiert, wonach Homöopathie nicht besser wirke als Placebo. „Im Nachhinein wurden jedoch beträchtliche methodische Mängel dieser Metaanalyse bekannt: Aus insgesamt 110 Studien – davon 27 mit hoher Qualität – wurden nur acht Arbeiten ausgewählt, wobei erst nach zwei Jahren publik wurde, um welche Studien es sich dabei gehandelt hatte“, erläutert Dr. Thomas Peinbauer, Arzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie, Präsident des European Committee for Homeopathy (ECH).

Eine erst kürzlich publizierte Auswertung4 von Metaanalysen gepoolter Daten aus Placebo-kontrollierten klinischen Studien stellt der Homöopathie hingegen ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. Studienautor Robert G. Hahn, Professor für Anästhesie und Intensivmedizin an der schwedischen Universität Linköping, kam zu folgenden Kernaussagen:

  • Um den Schluss ziehen zu können, dass Homöopathie einer klinischen Wirkung entbehrt, müssten 90 Prozent der vorhandenen klinischen Studien außer Acht gelassen werden. Alternativ müssten fehlerhafte statistische Methoden angewendet werden.
  • Die Methode des „Funnel Plot“ – die für die 2005 in „The Lancet“ publizierte Metaanalyse verwendet worden war – erwies sich für die Analyse heterogener Datensätze, wie dies bei der Homöopathie der Fall ist, als fehlerhaft und ist daher ungeeignet.
  • LeserInnen dieser Literatur sollten sich bewusst sein, dass Ideologie in diesen Metaanalysen eine Rolle spielt.

Weitere Infos: www.homoeopathiehilft.at und www.homoeopathie.at

 Literatur:

1)  De Vega CG, et al. Annals of Rheumatic Diseases 2012;Vol. 71:Supp. III (SAT0423).
2)  Walach H, et al. Insights into the Current Situation of CAM in Europe: Major Findings of the EU Project CAMbrella, Forschende Komplementärmedizin 2012;19, Suppl. 2;
http://www.cambrella.eu/home.php?il=205&l=deu
3)  Shang A, et al. Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy. The Lancet 2005;366(9487):726-732.
4)  Hahn RG, Homeopathy: Meta-Analyses of Pooled Clinical Data. Forschende Komplementärmedizin 2013;20:376-381. (mehr …)


Homöopathie auf dem Prüfstand

November 5, 2012 von

Wirkung in vielen Studien wissenschaftlich belegt

Die Homöopathie ist eine Regulationstherapie, die sowohl bei akuten als auch chronischen, psychischen und psychosomatischen Krankheiten erfolgreich eingesetzt werden kann. Sie wird in Österreich von speziell ausgebildeten Ärzten ausgeübt. Die Wirkung der Homöopathie wurde mittlerweile in zahlreichen Studien nach höchsten wissenschaftlichen Standards nachgewiesen.

Mit der Homöopathie ist es möglich, Patienten individuell zu behandeln und dabei ganzheitlich alle körperlichen, psychischen, konstitutionellen, biographischen, sozialen und umweltbedingten Aspekte zu berücksichtigen. „Ihre Wirkung konnte in zahlreichen klinischen Studien wissenschaftlich belegt werden“, betonte Ing. Dr. Friedrich Dellmour, Arzt für Allgemeinmedizin.

Intensiv- und Notfallmedizin

So zeigte eine von Univ.-Prof. Dr. Michael Frass, Internist am Wiener Allgemeinen Krankenhaus durchgeführte randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie (1) an 70 Intensivpatienten mit schwerer Sepsis („Blutvergiftung“), dass die zweimal tägliche Gabe eines klassischen homöopathischen Arzneimittels in der Potenz C200 zusätzlich zur intensivmedizinischen Medikation deutliche Vorteile brachte:  Nach 180 Tagen gab es in der homöopathisch behandelten Gruppe mit 76 Prozent (25 von 33) statistisch signifikant (p=0,043) mehr Überlebende als bei den Patienten, die zusätzlich nur Placebo bekamen (50 %; 17 von 34). Ing. Dr. Dellmour: „Die Studie zeigt, dass die Wirksamkeit der Homöopathie mit Doppelblindstudien nach modernsten klinischen Standards nachgewiesen werden kann.“ (mehr …)