Australischer Report

Ein Beispiel für die einseitige und falsche Berichterstattung über Homöopathie in den Medien bzw. die bewusste Falschinformation über die Wirksamkeit der Homöopathie:

Der Australische Report – eine Nachlese

2015 wurde vom NHMRC, Australiens führendem Wissenschaftsinstitut, ein Bericht veröffentlicht, der der Homöopathie keine Wirksamkeit über den Placebo-Effekt hinaus attestierte. Dieser Bericht schlug weltweit große Wellen und zog zum Teil gravierende Konsequenzen für die Homöopathie nach sich.

Fragwürdige Kriterien

Der 2012 fertiggestellte Erstbericht von Prof. Karen Grimmer, zeichnete jedoch ein gänzlich anderes Bild. So wurden “vielversprechende Belege für die Wirksamkeit der Homöopathie” bei Fibromyalgie, Mittelohrentzündung, postoperativem Darmverschluss, Atemwegsinfektionen und Nebenwirkungen von Krebstherapien gefunden. Im Auftrag des NHMRC wurde dieser Bericht allerdings von einem anderen Anbieter unter Anwendung von fragwürdigen Regeln nochmals überprüft – obwohl Prof. Grimmer die vom NHMRC empfohlene Methode angewandt hatte. In dieser neuerlichen Überprüfung wurden – entgegen üblicher Qualitätskriterien – 171 von insgesamt 176 Studien aufgrund von willkürlich gewählten Merkmalen ausgeschlossen.

Es folgte ein internationaler Aufschrei von WissenschaftlerInnen, ÄrztInnen, TierärztInnen und PatientInnen, der in einem Verfahren der Commonwealth-Ombusstelle seinen Höhepunkt hatte.

2019 wurde nun die Erstversion des Berichts veröffentlicht – leider ließ das Medienecho zu wünschen übrig! Die Presseaussendung der ÖGHM, ÄKH und ÖGVH zum Thema wurde in Österreich von so gut wie keinem Medium übernommen. 2015 wurde die “Studie zur Wirkungslosigkeit der Homöopathie” flächendeckend abgedruckt.

Vortrag von Dr. Erfried Pichler
“Fake News in der Medizin:
Der Australische Report zur homöopathischen Medizin”

gehalten am “Pflegekongress20”

Welche Auswirkungen hatte der Australische Report?