Leben mit Krebs-Tag 2020

Was gibt es Neues? Informationsveranstaltung für Interessierte

Am 24. Februar 2020 fand im Festsaal der Uni Wien der Wiener Krebstag statt. Im Rahmen des mit TopmedizinerInnen besetzten Vortragsprogramms hatte auch Dr. Ilse Fleck-Vaclavik, Vize-Präsidentin der ÖGHM, die Möglichkeit, über „Komplementärmedizin als Ergänzung zur onkologischen Therapie“ zu sprechen.

Neben einem Auszug über verschiedene Möglichkeiten der Komplementärmedizin lag der Fokus natürlich auf der Homöopathie. Im Anschluss an den Vortrag konnten die interessierten PatientInnen den Informationsstand der Patienteninitiative „Homöopathie hilft“ besuchen, wo sie sich weiter mit Dr. Fleck-Vaclavik austauschen konnten. Der Andrang am Stand war enorm, die PatientInnen nahmen zum Teil eine Wartezeit von bis zu 20 Minuten in Kauf.

Aufgrund der ausgesprochen positiven Stimmung wurde Dr. Fleck-Vaclavik eingeladen, im Herbst auch einen Vortrag bei dem Kongress “Pflegedays” für onkologisches Pflegepersonal zu halten (9.-10. Oktober 2020 in Wien, veranstaltet von MSD).

UND die Möglichkeiten der Homöopathie nutzen!

Hygienemaßnahmen befolgen, Abstand halten, die Empfehlungen des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz umsetzen

UND die Möglichkeiten der Homöopathie nutzen!

Wir Ärztinnen und Ärzte mit einer Zusatzausbildung für Homöopathie sind für Sie da und unterstützen Sie gerne in dieser für die gesamte Bevölkerung schwierigen Ausnahmesituation bedingt durch das Coronavirus. 

Wir haben in der Homöopathie langjährige Erfahrung in der Behandlung von Infektionskrankheiten und können Ihr Immunsystem mit unseren Arzneien unterstützen. Krank werden wir nämlich nicht durch Kontakt mit einem Virus, sondern wenn unser Organismus in seiner Abwehrlage so geschwächt ist, dass das Virus sich ungehindert ausbreiten kann. Durch eine passende homöopathische Arznei kann sich erfahrungsgemäß die Krankheitsdauer verkürzen oder/und sie kann einen deutlich milderen Verlauf nehmen. Eine homöopathische Behandlung kann zusätzlich zu einer konventionellen medikamentösen Behandlung erfolgen. Eine Arzneifindung ist auch per Telefon oder Videotelefonie möglich. 

Wenn Sie sich schon in einer homöopathischen Behandlung befinden, nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Homöopathin/Homöopathen auf! Es ist eventuell sinnvoll, jetzt Ihre konstitutionelle Arznei zu wiederholen.

Zur aktuellen Pandemie mit Covid-19 gibt es bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Standardtherapie – weder in der konventionellen Medizin (= Schulmedizin) noch in der Homöopathie. In den letzten Monaten haben aber Kolleginnen und Kollegen in verschiedenen Ländern bereits viele Covid19-PatientInnen homöopathisch mitbehandelt. Dadurch wissen wir mittlerweile recht genau, welche Arzneien sich bei dieser Pandemie besonders bewähren. Es ist deshalb sinnvoll, sich für den Erkrankungsfall eine kleine homöopathische Hausapotheke anzulegen, die folgende Arzneien in einer C30 enthalten sollte: 

  • Arsenicum album
  • Gelsemium
  • Bryonia
  • Lobelia purpurascens
  • Phosphor
  • Belladonna
  • Antimon tartaricum

Wenn Sie Covid19-verdächtige Symptome haben, rufen Sie bitte zuerst die Hotline 1450 an und setzen sich dann mit einer/einem in Homöopathie ausgebildeten Ärztin/Arzt in Verbindung!

Eine geeignete Ärztin/einen geeigneten Arzt in Ihrer Umgebung finden sie hier >> 

Wie Sie Ihr Immunsystem zusätzlich stärken können

Ihr Vitamin D-Spiegel sollte bei etwa 70ng/ml liegen. Um Ihren Tagesbedarf zu errechnen, können Sie den Vitamin D-Rechner vom Schweikart-Verlag verwenden >> 

Wenn Sie bisher kein Vitamin D genommen haben, setzen Sie als Ausgangswert 10ng/ml ein. Es ist sinnvoll Vitamin D zusammen mit etwa 200 Mikrogramm Vitamin K2 einzunehmen.

Zink unterdrückt die viruseigene RNAse, deshalb sind hohe Zink-Spiegel wichtig. 50mg Zink täglich als Zinkglycinat, Zinkpicolinat, Zinkorotat zum Essen.

Vitamin C 1-2 g täglich, am Besten zusammen mit Bioflavonoiden.

Die Zistrose ist eine alte, bewährte Heilpflanze mit einer starken antiviralen Wirkung

Coronavirus & Fieber

Liebe PatientInnen,

sollten Sie glauben, an einer Infektion mit Coronavirus erkrankt zu sein, rufen Sie zunächst die Telefonnummer 1450 an und setzen Sie sich danach mit Ihrer homöopathischen Ärztin/Ihrem homöopathischen Arzt in Verbindung, die/der Ihnen die für Sie passende Arznei zur Symptomlinderung empfehlen kann.

Wenn Sie noch keine(n) homöopathische(n) Arzt/Ärztin haben, wenden Sie sich bitte per Mail an unser Sekretariat, das Ihnen gerne jemanden in Ihrer Umgebung empfehlen wird!

Nachstehend wollen wir Ihnen auch noch eine Information zum Thema Fieber der “Union Schweizerischer komplementärmedizischer Ärzteorganisationen” zukommen lassen (Anmerkung der ÖGHM zum Thema Wadenwickel: Bitte nur bei heißen Extremitäten anwenden! Bei kalten Extremitäten kann das Fieber durch die Anwendung sogar steigen.)

«Die körpereigene Immunabwehr ist bei Fieber grundsätzlich aktiver. Die wahrscheinlich wichtigste Massnahme ist darum der Verzicht auf unnötige Antipyretika, welche die Immunreaktionen nachweislich unterdrücken können.» 

Primary and Hospital Care – Allgemeine Innere Medizin 2019;19(11):345-349, https://primary-hospital-care.ch/article/doi/phc-d.2019.10139

Seit geraumer Zeit gibt es einen wissenschaftlichen Konsensus, dass Fieber ein wichtiger Abwehrmechanismus bei Infektionen ist. Durch Fieber wird das Immunsystem aktiviert, Viren können sich im Körper schlechter vermehren, gewisse Bakterien können bei erhöhten Temperaturen nicht überleben.*1-3
 
Eine Modellstudie hat sogar gezeigt, dass Fiebersenkung Grippewellen verstärken kann, weil Menschen zu früh zum Arbeitsplatz zurückkehren und sich durch die Fiebersenkung das Virus im Körper stärker vermehren kann.*4
 
Selbst auf der Intensivstation hilft das Fiebersenken nicht: die Sterblichkeit wird dadurch nicht gesenkt.*2
 
Im Gegenteil haben Menschen, die früh im Krankheitsverlauf hohes Fieber haben,
eine geringere Sterblichkeit und Fieber gilt als positiver Prädiktor für ein besseres Outcome bei einer schweren Sepsis.*2,5
 
Da Fieber ein vom Körper gewollter und kontrollierter Temperaturanstieg ist, hat er auch seine natürliche Obergrenze, die bei leicht über 41° C liegt.*6
 
Es gibt keinerlei wissenschaftliche Hinweise, dass Fieber als solches schädlich ist oder zu Hirnschäden führt.*1
 
Bei Kindern verringert die Fiebersenkung nicht das Risiko von Fieberkrämpfen.*7
 
Der wichtigste Nachteil der Fiebersenkung ist, dass dadurch das Immunsystem geschwächt wird. Paracetamol nach einer Impfung gegeben, schwächt die Immunantwort auf die Impfung.*8
 
Ibuprofen erhöht bei Lungenentzündung das Risiko von schweren Komplikationen
(Empyem),*3,9 und bei Windpocken das Risiko von tiefen Gewebeinfektionen.*10
 
Die einzige wissenschaftliche Indikation zur Fiebersenkung ist daher, das Wohlbefinden zu verbessern.*1,11
 
Aus der Komplementärmedizin gibt es viel Erfahrung, das Wohlbefinden auch ohne
Fiebersenkung zu verbessern. Dazu gehören auch einfache Hausmittel wie zum Beispiel feuchte Wadenwickel mit Essig oder Zitrone.
 
Nicht zu vernachlässigen ist der Hinweis, dass Fieber eine Infektionsursache hat und
möglicherweise ärztlicher Abklärung bedarf. Eine angemessene Beratung zum Um
gang mit Fieber hat nicht nur direkte Vorteile für das Immunsystem, sondern kann auch helfen, Angst zu verringern und das Vertrauen in das körpereigene Immunsystem zu stärken.
 
Eine neue FieberApp für Eltern kann hier angefordert werden: https://www.feverapp.de/
 
UNION 31.03.20
 
 
1. Sullivan JE, Farrar HC. Fever and antipyretic use in children. Pediatrics. 2011;127(3):580-587.
 
2. Young P, Saxena M, Bellomo R, Freebairn R, Hammond N, van Haren F, et al.
Acetaminophen for Fever in Critically Ill Patients with Suspected Infection. N Engl
J Med. 2015;373(23):2215-2224. doi: 10.1056/NEJMoa1508375.
 
3. Elemraid MA, Thomas MF, Blain AP, Rushton SP, Spencer DA, Gennery AR, et al.
Risk factors for the development of pleural empyema in children. Pediatr
Pulmonol. 2015;50(7):721-726. 10.1002/ppul.23041.
 
4. Earn DJ, Andrews PW, Bolker BM. Population-level effects of suppressing fever.
Proceedings of the Royal Society of London B: Biological Sciences. 2014;281(1778):20132570.
 
5. Sundén-Cullberg J, Rylance R, Svefors J, Norrby-Teglund A, Björk J, Inghammar M. Fever in the emergency department predicts survival of patients with severe
sepsis and septic shock admitted to the ICU. Crit Care Med. 2017;45(4):591-599.
 
6. Richardson M, Purssell E. Who’s afraid of fever? Arch Dis Child. September 1,
2015 2015;100(9):818-820. 10.1136/archdischild-2014-307483.
 
7. Rosenbloom E, Finkelstein Y, Adams-Webber T, Kozer E. Do antipyretics prevent
the recurrence of febrile seizures in children? A systematic review of randomized
controlled trials and meta-analysis. Eur J Paediatr Neurol. 2013/11/01/2013;17(6):585-588. https://doi.org/10.1016/j.ejpn.2013.04.008.
 
8. Wysocki J, Center KJ, Brzostek J, Majda-Stanislawska E, Szymanski H, Szenborn L, et al. A randomized study of fever prophylaxis and the immunogenicity of routine
pediatric vaccinations. Vaccine. 2017/04/04/ 2017;35(15):1926-1935. https://doi.org/10.1016/j.vaccine.2017.02.035.
 
9. Le Bourgeois M, Ferroni A, Leruez-Ville M, Varon E, Thumerelle C, Brémont F, et
al. Nonsteroidal Anti-Inflammatory Drug without Antibiotics for Acute Viral
Infection Increases the Empyema Risk in Children: A Matched Case-Control Study. The Journal of Pediatrics. 2016/08/01/ 2016;175(Supplement C):47-53.e43. https://doi.org/10.1016/j.jpeds.2016.05.025.
 
10. de Martino M, Chiarugi A, Boner A, Montini G, de’ Angelis GL. Working Towards
an Appropriate Use of Ibuprofen in Children: An Evidence-Based Appraisal. Drugs. August 01 2017;77(12):1295-1311. 10.1007/s40265-017-0751-z.
 
11. NICE Guideline. Fever in under 5s: assessment and initial management.
London: National Institute for Health and Care Excellence; 2019. 

Hier finden Sie den Text der Union Schweizerischer komplementärmedizinischer Ärzteorganisationen zum Download >>

Alles neu?

Wie Sie sehen, hat sich auf unserer Homepage Einiges verändert. Wir sind bemüht, die “Kinderkrankheiten”, die mit einer neuen Seite zwangsläufig verbunden sind, so schnell wie möglich zu beheben. Wir bitten Sie nur um ein wenig Geduld – wir HomöopathInnen arbeiten bekanntlich nicht mit der Brechstange, sondern nehmen uns die Zeit, die es braucht, um ein gutes Ergebnis zu erzielen!

In der Zwischenzeit wünschen wir aber schon einmal viel Spaß beim ersten Schmökern!

PLURALISMUS IN DER MEDIZIN

Diskussionsveranstaltung

Ärztekammer für OÖ, 4020 Linz, Dinghoferstraße 4
4.12.2019, 19.30 Uhr

Veranstaltung für ÄrztInnen und PatientInnen!

Die Komplementärmedizin genießt in der österreichischen Bevölkerung ein hohes Vertrauen und ist äußerst beliebt. An der Medizinischen Fakultät der JKU Linz wird den StudentenInnen das Wahlpflichtfach Komplementärmedizin angeboten. Die Medizinische Akademie OÖ bietet ab 2020 einen Lehrgang „Komplementärmedizinische Optionen in der ärztlichen Praxis“ an. In Bayern und Baden-Württemberg werden Lehrstühle für Integrative Medizin gegründet.

Auf europäischer Ebene wird im „European One Health Action Plan“ der EU-Kommission die Minimierung des Einsatzes von Antibiotika gefordert und die Komplementärmedizin als ein potenzieller Lösungsansatz angeführt. ÄrztInnen mit komplementärmedizinischen Ausbildungen verschreiben signifikant weniger Antibiotika als rein konventionell arbeitende Kolleginnen – mit gleichem Erfolg – und auch VeterinärmedizinerInnen benötigen in der Behandlung von Nutztieren in der Biolandwirtschaft signifikant weniger Antibiotika.

Auch die WHO fordert in ihrem Strategiepapier “Traditional Medicine Strategy 2014-2023” ihre Mitgliederstaaten auf, die Komplementärmedizin in die jeweiligen nationalen Gesundheitssysteme aufzunehmen.

Komplementärmedizinische Methoden können zu einer Kostensenkung im Gesundheitssystem beitragen.

Aus all diesen Gründen ist es uns ein Anliegen, fachlich auf hohem Niveau über den Stellenwert der Komplementärmedizin zu sprechen und zu diskutieren!

 

Das Programm:

Prof. Robert Jütte, Leiter des Instituts für Geschichte in der Medizin der Robert-Bosch-Stiftung in Stuttgart, Vorstandsmitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer Deutschland und ehemaliger Vorsitzender des „Dialogforums Pluralismus in der Medizin“ wird ein Impulsreferat zu „Komplementär- und Alternativmedizin – Chance oder (nur) Illusion“ halten.

PHDDr. Mag. Christine Schauhuber von der Donauuniversität Krems berichtet über „Healthy Herbs – Phytotherapie im Respirationstrakt als Strategie zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen– aktuelle Forschungsansätze“.

Gemeinsam mit Dr. Paul Rübig (ÖVP, ehemaliger EU-Abgeordneter), Dr. Claudia Westreicher (Referat für Komplementärmedizin ÄK OÖ) und Mag. Kurt Frühwirth (Präsident der Österreichischen Tierärztekammer) werden folgende Themen diskutiert:

Methodenübergreifender Unterricht an den Universitäten

Versorgung durch komplementärmedizinische Einrichtungen

Komplementärmedizinische Heilungsmethoden als Kassenleistung

Unterstützung der Forschung im Bereich der Komplementärmedizin

Umsetzung des „European One Health Action Plan“ zur Antibiotikaresistenzproblematik

 

Moderation: Christine Haiden

Zugesagt haben die Gesundheitssprecher der im OÖ Landtag vertretenen Parteien Ulrike Schwarz (Grüne) und Dr. Walter Ratt (FPÖ), sowie eine Vertretung der Apothekerkammer. Angefragt wurde weiters Doz. Länger von der AGES.

*** Teilnahme gratis *** keine Anmeldung erforderlich ***

 

Organisation:

Dr. Bernhard Zauner, Arzt für Allgemeinmedizin, Vizepräsident ÄKH, National Vice President LMHI

Dr. Thomas Peinbauer, Arzt für Allgemeinmedizin, Mitbegründer des PVE Haslach, Lektor für Allgemeinmedizin, Modulverantwortlicher für Komplementärmedizin an der Medizinischen Fakultät der JKU

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Referat für Komplementärmedizin der Ärztekammer für Oberösterreich, dem Österreichischen Dachverband für ärztliche Ganzheitsmedizin, der Ärztegesellschaft für klassische Homöopathie, der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin und der Österreichische Gesellschaft für Veterinärmedizinische Homöopathie statt.

 

Australian Report

Ergebnis des bisher verheimlichten NHMRC 2012-Berichtes belegt:

Vielversprechende Evidenz für die Wirksamkeit der Homöopathie bei zumindest fünf medizinischen Indikationen

Australiens führendes Wissenschaftsinstitut, das National Health and Medical Research Council (NHMRC), hat kürzlich auf internationalen öffentlichen Druck die Erstversion eines Forschungsberichts zur Homöopathie aus dem Jahr 2012 veröffentlicht. Darin schneidet die Homöopathie in punkto Wirksamkeit deutlich besser ab als in der offiziell publizierten Folgeversion aus dem Jahr 2015, welche dem Ruf des Homöopathie-Sektors weltweit beträchtlichen Schaden zufügte.

NHMRC Bericht 2012 = 1. Bericht: vielversprechende Beweise bei fünf Krankheitsbildern

Der erste Bericht wurde 2012 von Prof. Karen Grimmer, University of South Australia (UniSA), für den NHMRC erstellt. Darin kam die Expertin zu der Schlussfolgerung, dass es „vielversprechende Belege für die Wirksamkeit von Homöopathie“ bei Fibromyalgie, Mittelohrentzündung, postoperativem Darmverschluss, Atemwegsinfektionen und Nebenwirkungen von Krebstherapien gebe.

Das NHMRC veröffentlichte den Entwurf des ersten Berichts 2012 mit Anmerkungen, welche wiederholt die Gültigkeit und Richtigkeit der Arbeit von Prof. Grimmer in Frage stellen, ohne ihr ein Recht auf Antwort einzuräumen. Dies erstaunt nicht zuletzt deshalb, weil Prof. Grimmer die von NHMRC empfohlene Methode zur Überprüfung der Evidenz (die „FORM“-Methodik) verwendete und diesen Ansatz gemeinsam mit Forscherkollegen für NHMRC entwickelt hatte.

Dazu meint Rachel Roberts, Geschäftsführerin des internationalen Homöopathie-Forschungsinstituts (Homeopathy Research Institute, HRI) mit Sitz in London: „Angesichts der Expertise der Autorin und der unangemessenen Kommentare des NHMRC stellt sich die Frage, ob dieser erste Bericht ‚vergraben‘ wurde, weil er nicht das von NHMRC gewünschte Ergebnis gebracht hat – und nicht etwa wegen ernsthafter Mängel bezüglich der Forschung selbst.“

NHMRC Bericht 2015 = 2. Bericht: fragwürdige Kriterien

In der Folge beauftragte das NHMRC einen anderen Anbieter damit, dieselbe Überprüfung erneut durchzuführen. Allerdings wurden dabei fragwürdige Regeln angewandt. Beispielsweise wurden 171 von insgesamt 176 Studien – entgegen üblicher Qualitätskriterien – für unzuverlässig erklärt, weil sie weniger als 150 Teilnehmer oder ein Qualitätsscore von weniger 5/5 hatten. In den fünf verbleibenden Arbeiten zu fünf Krankheiten fand das NHMRC keine zuverlässigen Belege dafür, dass Homöopathie besser wirkt als Placebo und schloss daraus, dass keine qualitativ hochwertigen Studien mit einer ausreichenden Patientenzahl existieren würden, die zeigen, dass Homöopathie bei irgendeiner Indikation wirken würde. Diese Ergebnisse wurden 2015 weltweit veröffentlicht und beschädigten das Ansehen des Homöopathie-Sektors enorm.

Rachel Roberts (HRI) schlussfolgert: „Der erste Bericht fand einige gute Beweise dafür, dass die Homöopathie bei bestimmten Krankheiten funktioniert. Es sind weitere Studien erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen und darauf aufzubauen. Aber ‚einige Beweise‘ sind etwas völlig anderes als ‚keine Beweise‘.“

Späte Richtigstellung nach öffentlichem Druck

Ein internationales Konsortium von Wissenschaftlern, Patientenverbänden, Ärzte-, Tierärzte-und Pharmazeutenvereinigungen forderte das NHMRC auf, die Erstversion des Homöopathie-Berichts herauszugeben. Die Gesundheitsbehörde weigerte sich zunächst – und dies, obwohl die aus Steuermitteln finanzierte Forschungsarbeit der Öffentlichkeit nach australischem Recht zugänglich gemacht werden muss. Daraufhin wurde ein Verfahren der Commonwealth-Ombudsstelle eingeleitet. Der Vorwurf lautet auf Verzerrung, Falschberichterstattung, Interessenskonflikte und Verfahrensverletzungen. Das Urteil wird in Kürze erwartet.

Erst vor kurzem – möglicherweise, um dem Urteil der Ombudsstelle zuvorzukommen – veröffentlichte das NHMRC die Version 1 des Homöopathie-Berichts aus dem Jahr 2012 – mit einem Eingeständnis von NHMRC-Geschäftsführerin Prof. Anne Kelso hinsichtlich des Homöopathie-Berichts aus 2015: „Entgegen einigen Behauptungen kam die Überprüfung aus 2015 nicht zu dem Schluss, dass die Homöopathie unwirksam ist.“ (Zitat A. Kelso vom 26. August 2019).

Nähere Informationen:

HRI is an innovative international charity created to address the need for high quality scientific research in homeopathy.

The First Report, “The Effectiveness of Homeopathy: an overview review of secondary evidence” (with covering CEO Statement and NHMRC annotations) can be viewed in full here.

Information on the Australian Report story: www.HRI-Research.org/Australian-Report Summary analysis of NHMRC’s 2015 report: https://youtu.be/QvF8KxbCXzA

Impact of NHMRC’s 2015 report: https://youtu.be/oUCU2TbFd70

Carstens Stiftung, Natur und Medizin: https://www.naturundmedizin.de/faktencheck/artikel/australische-gesundheitsbehoerde-enthuellt-geheim-gehaltenen-homoeopathiebericht.html

Statements der österreichischen Ärztegesellschaften:

ÖGHM (Österreichischen Gesellschaft für homöopathische Medizin)
Dr. Volker Neubauer,  Präsident der Österreichischen Gesellschaft für homöopathische Medizin: „Die Vorgehensweise der Nationalen Gesundheitsbehörde (NHMRC) der Causa „Australischer Report“ zeigt einmal wieder, mit welch unlauteren Methoden versucht wird, die Wirksamkeit der Homöopathie in Abrede zu stellen.“

ÄKH (Ärztliche Gesellschaft für Klassische Homöopathie)
Dr. Bernhard Zauner, Vizepräsident ÄKH, National Vice President LMHI: „PatientInnen wünschen sich die Homöopathie. Mit falschen Daten wurden sie verunsichert. Die Wahrheit kommt schlußendlich doch ans Tageslicht!“

ÖGVH (Österreichische Gesellschaft für Veterinärmedizinische Homöopathie)
Dr. Petra Weiermayer, Präsidentin der ÖGVH: „Angesichts der globalen Bedrohung durch die Antibiotikaresistenzproblematik besonders erwähnenswert ist, dass u.a. auch für Erkrankungen wie Infektionen des oberen Atmungstrakts sowie Otitis media vielversprechende Evidenz für die Wirksamkeit der Homöopathie vorliegt. Die Homöopathie kann beitragen, den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren – es liegt in unserer Verantwortung gegenüber unseren Patienten alle effektiven Therapieoptionen zu beforschen und zu nützen! “

Homöopathie – eine Heilmethode auch in der heutigen Zeit!

von Dr. Susanne Diez

Am 26.2.19 fand abends in der Akademie der Wissenschaften die Veranstaltung „Homöopathie – eine akzeptable ‚Heilmethode‘ in der heutigen Zeit ?“ statt. Den Hauptvortrag hielt Univ.-Prof. Dr. Helmut Denk (Pathologe), Univ.-Prof. Dr. Michael Freissmuth (Pharmakologe) als Skeptiker sowie Univ.-Prof. Dr. Michael Frass als Vertreter der Homöopathie waren zu kurzen Statements geladen. Univ.-Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt, Präsident der Gesellschaft der Freunde der Akademie der Wissenschaften, führte als Moderator durch den Abend. Wies schon die Wortwahl im Titel der Veranstaltung auf die beabsichtigte Negativaussage hin, so bestätigte sich diese tendenziöse Haltung, die keinen Widerspruch und keinen Zweifel an den eigenen Aussagen zuließ.

Es macht wenig Sinn, die von den Gegnern der Homöopathie vorgetragenen „Argumente“ zu wiederholen, es sind immer dieselben. Es zeigte sich einmal mehr, dass eine sachliche Auseinandersetzung mit den Gegnern der Homöopathie nicht möglich ist, natürlich entgegen deren eigenen Behauptungen.

Ich möchte jedoch hervorheben, was mich bei dieser Veranstaltung besonders beeindruckt hat:

Es waren überraschend viele Homöopathen und HomöopathInnen anwesend, Ärzte, Tierärzte, Pharmazeuten – und man konnte stolz sein auf die vielen gut begründeten Einwände, die vorgebracht wurden. Alle Homöopathischen Gesellschaften waren vertreten – Elisabeth Lazcano für die ÖGHM, Bernhard Zauner und Barbara Kasper für die ÄKH, Daniela Heger und Petra Weiermayer für die ÖGVH. Für die Arzneimittelhersteller waren die Schwabe Pharma Group – Dr. Peithner/Austroplant GmbH mit zahlreicher Unterstützung anwesend sowie die Fa. Remedia mit Robert Müntz vertreten. Weitere Pharmazeuten, Ärzte und Tierärzte unterstützten durch ihre Präsenz. Das Referat der Ärztekammer / Komplementärmedizin war durch Doris Schöpf vertreten, die Tierärztekammer durch Präsident Kurt Frühwirth und die Apothekerkammer durch Ilse Muchitsch. Aber auch zahlreiche Patienten, die über die Initiative „Homöopathie hilft“ von der Veranstaltung erfahren hatten, sind dankend zu nennen. Kollegen und Kolleginnen sowie Patienten, die klar wussten, wofür sie einstanden, Zusammenhalt demonstrierten und sich trotz aller Versuche des Moderators, Fragen unter den Tisch fallen zu lassen, mit persönlichem Angriff Wortmeldungen abzubrechen („das berührt Sie jetzt aber persönlich emotional“) und abwertende Kommentare einzuwerfen, sachlich blieben. Univ.-Prof. Dr. Michael Frass (ihm wurde als Einzigem schon bei der Vorstellung der Professorentitel unterschlagen) war ja nur ein kurzes aber umso mehr großartiges Pro-Statement gewährt, in welchem er vor allem auch auf den konstruktiven Ansatz der Zusammenarbeit zwischen konventioneller und integrativer Medizin hinwies, deren unterschiedliche Perspektiven aufzeigte, die einander zum Wohl des Patienten ergänzen und keine Gegnerschaft rechtfertigen. Herzlicher Dank möge auch an alle Professoren ausgesprochen werden, die uns Homöopathen schriftlich unterstützten (Univ.-Prof. Dr. Matthiessen, Univ.-Prof. Dr. Jütte, Univ.-Prof. Dr. Dinges, Univ.-Prof. Dr. Walach u.a.) – viele von ihnen wären gerne auch gekommen, wenn der Termin der Veranstaltung früher bekannt gewesen wäre.

Außer dieser erfreulichen Tatsache des gemeinsamen Auftritts der Homöopathen gab es für mich einen zweiten Punkt, der mich beeindruckte, allerdings als ehrliches Entsetzen. Waren bisher die Gehässigkeiten gegen die Homöopathie zumeist von Journalisten und Politikern oder anderen meist fragwürdigen „Experten“ gekommen, so wurde ich an diesem Abend Zeugin eines Bankrotts der Wissenschaft selbst. Wenn ernsthafte und geehrte Professoren sich selbst in fachfremden Gebieten zu Experten erklären, mit denselben Argumenten, wie sie in den Medien zu hören sind, ihre Meinung als wissenschaftlich deklarieren, renommierte Institute und Wissenschaftler mit einem lapidaren Satz abwerten (z.B. die Arbeiten von Dr. Teixeira) und unterstellen, man hätte diese Arbeiten ja gar nicht gelesen (um nur einige der zahlreichen peinlichen Aussagen zu nennen) – dann ist das ein Armutszeugnis, das sich die Wissenschaft selbst ausstellt. Als wüssten die Professoren nicht selbst ganz genau, wie schwierig und kontroversiell Studien (vor allem auch Studien der konventionellen Medizin!) beurteilt und interpretiert werden können, wie oft sie auch manipuliert und gefälscht werden im Interesse der Auftraggeber (was die konventionelle Medizin viel mehr betrifft als Homöopathen, die kaum Sponsoren für ihre wissenschaftliche Arbeit finden). Nicht zuletzt darf man sich auch wundern, wenn gleichzeitig genannt wird, dass die Kosten für homöopathische Arzneien ja nur 1% der Gesamtkosten für pharmazeutische Produkte betragen und dass sie daher (sic!) eine enorme Einnahmequelle darstellen. Ein Kommentar dazu erübrigt sich genauso wie zur Aussage von Univ.-Prof. Dr. Denk, er hätte ja gar nichts gegen die Homöopathie, diese Aussage jedoch mit dem Cover von Profil „Nachruf auf die Homöopathie“ mit einem Kreuz aus Globuli auf schwarzem Grund unterlegte und am Ende des Abend mit einem klaren „Nein“ zur Homöopathie schloss. Wenn aber in seiner PowerPoint Präsentation: „Zusammenfassung der Stellungnahme der EASAC Arbeitsgruppe (September 2017)“ der peinliche Fehler passierte, dass von „homöopathische Produkten“ (wie alle Medizinprodukten) gesprochen wird, dann tappt die erwähnte EASAC-Arbeitsgruppe in bedenklicher Unklarheit über den Rechtsstatus homöopathischer Arzneien, der in der „Gesamte Rechtsvorschrift des Arzneimittelgesetz“ klar definiert ist, ganz zu schweigen von der Kenntnis des Unterschieds zwischen zugelassenen und einem registrierten homöopathischen Arzneimittel und den zugrunde liegenden EU Direktiven. Die bei diesem Vortrag erwähnten „Sicherheitsbedenken“ eventueller (auch nachgewiesener??) mangelhafter Qualitätskontrollen bei der Herstellung „homöopathischer Produkte“, lassen auf gravierende Informationsmängel der EASAC in Bezug auf Herstellungserfordernisse homöopathischer Arzneien schließen. Diese Taktiken, um nur einige zu nennen und die wohl alle durchschauen konnten, sind der Wissenschaft unwürdig. Angesichts der Tatsache, dass so viele hochqualifizierte Vertreter der Homöopathie anwesend waren, was wohl niemandem entgangen sein dürfte, wiegt der unprofessionelle und abwertende Umgang mit dem Auditorium doppelt disqualifizierend.

Ich achte die Wissenschaft sehr und trage selbst, so viel ich kann, dazu bei, die Diskussion um die Wissenschaftlichkeit der Homöopathie zu führen, doch ich verstehe Wissenschaft als eine sachliche, faire Auseinandersetzung, als ein ständiges neugieriges Fragen und Forschen.

Ich weiß nicht, was die Gegner der Homöopathie tatsächlich bezwecken und warum sie sich gegen eine Methode mit Mitteln der Verleumdung und des Hasses mit aller Kraft ins Zeug legen, die so viel wie keine Schäden für Patienten aufweist (auch diese Frage wurde gestellt und blieb unbeantwortet). Ich weiß aber, dass wir alle gemeinsam standhalten können, wenn wir wie an diesem Abend selbst sachlich und klar bleiben und einander gegenseitig solidarisch unterstützen. Dann mache ich mir keine Sorgen um die Homöopathie!

Artikel zum Nachlesen

Österreichische Apotheker-Zeitung (ÖAZ): Homöopathie im Kreuzfeuer

Die ÖAZ veröffentlichte in ihrer neuesten Ausgabe einen Artikel über Homöopathie, in dem Mag. Jürgen Rehak, Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes, ein klares Bekenntnis zur Homöopathie ablegt. Der Artikel hier zum Nachlesen >> PDF

DA – Die Apotheke: “Die Kraft der Homöopathie”

Interview: Wird die Methode zu Recht kritisiert?

Dr. Erfried Pichler über den Stellenwert der alternativen Methode >>PDF

Herausgeber:
Österreichische Apotheker-Verlagsgesellschaft m.b.H.
www.apoverlag.at | E-Mail: direktion@apoverlag.at

  • Homöopathie. „Wer heilt, hat Recht“ Ein Fakten-Check. ÖAZ, 72. Jahrgang, 17. Dezember 201, Nr. 26
  • DA – Die Apotheke, 01/2019

Offener Brief: Diskreditierung der Homöopathie

Sehr geehrte Redakteurin, sehr geehrter Redakteur!

Infolge der Streichung des Wahlfachs Homöopathie an der Medizinischen Universität Wien und nach polemisierenden Aussagen der Wiener Patientenanwältin sind wir Ärztinnen und Ärzte für Homöopathie, Human- und VeterinärmedizinerInnen, derzeit mehrheitlich unsachlicher Kritik ausgesetzt. Gegner der Homöopathie sehen die Absetzung des Wahlfachs offensichtlich als geeigneten Anlass, um mit Hilfe einer Negativkampagne homöopathische Behandlungsmethoden und Arzneimittel generell zu diskreditieren. Unsere Ärztegesellschaften für Homöopathie setzen nun auf gemeinsame Gegenmaßnahmen. Unterstützung finden unsere rund eintausend Kolleginnen und Kollegen mit homöopathischer Zusatzqualifikation u.a. durch die Österreichische Ärztekammer, die Österreichische Tierärztekammer, die Apothekerkammer, viele Studierende des Wahlfachs und Patienten. Unser vorrangiges Ziel ist es, die Diskussion rasch zu versachlichen. Wir laden die Medien ein, dazu durch neutrale und differenzierte Berichterstattung beizutragen. Langfristig wollen wir Vorurteilen, gezielter Desinformation durch gegnerische Randgruppen und der Verunsicherung der Bevölkerung durch umfassende Aufklärung begegnen.

Die Absetzung des Studienfachs an der MedUni Wien betreffend, verwahren wir uns gegen den Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit als Begründung für diesen Schritt. Im Besonderen weisen wir darauf hin, dass die Homöopathie im Gegensatz zu sonstigen Behauptungen sehr wohl den aktuellen Standards und Kriterien der evidenzbasierten Medizin entspricht. Daher erachten wir den Ausschluss der homöopathischen Grundlagenvermittlung aus dem universitären Lehrbetrieb als ungerechtfertigt und mit der Freiheit der Lehre als unvereinbar. In einem entsprechenden Schreiben an den Rektor der MedUni Wien, Markus Müller, haben wir vielmehr die Notwendigkeit betont, den Wirkmechanismus homöopathischer Arzneimittel intensiviert zu beforschen. Wir bieten der Universität zudem ein novelliertes Vorlesungskonzept an und empfehlen das Wahlfach nach dem Vorbild der MedUni Linz oder der US-amerikanischer Universitäten als Schwerpunkt ‚Integrative Medizin’ im Studium zu etablieren.

Rückendeckung erhalten wir vom Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer, Thomas Szekeres, der diskreditierende Stellungnahmen der Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz scharf kritisiert. Szekeres verweist in einem Schreiben an Pilz bereits Anfang des Jahres unter anderem auf die im Ärztegesetz verankerte Therapiefreiheit, die über schulmedizinische Maßnahmen hinaus auch komplementärmedizinische Behandlungsmethoden mit einschließt. Der Kammerpräsident verwahrt sich nachdrücklich gegen Unterstellungen der Patientenanwältin gegenüber homöopathisch tätigen Ärztinnen und Ärzten. Pilz hatte zuletzt das Konzept der Homöopathie öffentlich als „Absurdität“ bezeichnet. Rechtliche Schritte wegen Ruf- und Kreditschädigung behalten wir uns in diesem Zusammenhang vor. In Anbetracht der neuerlich unqualifizierten Äußerungen der Patientenanwältin, die weder Juristin noch Medizinerin ist, haben wir ernsthafte Zweifel an ihrer Kompetenz und Eignung für diese Funktion.

In einer für Ärzte, Studierende und Patienten zur Unterzeichnung vorbereiteten Petition fordern wir die medizinischen und veterinärmedizinischen Universitäten auf, die Lehre von komplementärmedizinischen Methoden, wie jener der Homöopathie, zu ermöglichen. Es gelte den respektlosen Streit zwischen den konventionellen und komplementärmedizinischen Denkschulen zu beenden und durch eine konstruktive, vorurteilsfreie Auseinandersetzung zu ersetzen, so ein wesentliches Ziel der Petition. Diese wird Anfang 2019 gestartet und wirbt als erweiterte Initiative gegen die Streichung des Wahlfachs durch Rektor Müller um möglichst viele Stimmen für die Homöopathie und ihre Wiedereingliederung in den universitären Lehrbetrieb sowie die allgemeine freie Therapiewahl.

Die Wirksamkeit der Homöopathie ist durch Patientenerfahrung, Expertise der Ärzteschaft und signifikante Studiennachweise vielfach belegt. Unbekannt sind hingegen nach wie vor die Wirkmechanismen homöopathischer Arzneimittel. Dieser Umstand bestärkt Gegner der Homöopathie, grundsätzlich an der Wirksamkeit der Behandlung wie auch der Qualität der Studien zu zweifeln. Obwohl zwei Drittel der österreichischen Bevölkerung überzeugt und mit steigender Beliebtheit homöopathische Mittel verwenden, zeigt sich die Front der Skeptiker hierzulande für positive Sachinformation unzugänglich.

In Deutschland werden homöopathische Behandlungen als Leistung des öffentlichen Gesundheitssystems von mehr als 100 Versicherungen erstattet, wovon mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung profitiert. In der Schweiz wird die homöopathische Behandlung nach wissenschaftlicher Evaluation vollständig vom öffentlichen Gesundheitssystem übernommen.

Wir Homöopathinnen und Homöopathen sind ohne Unterschied zu anderen Kolleginnen und Kollegen schulmedizinisch ausgebildete Ärztinnen und Ärzte. Wir nehmen die Methoden der Homöopathie und jene der klassischen Schulmedizin gleichermaßen ernst. Unbestrittene Behandlungserfolge und die rasch wachsende Zahl an zufriedenen Patientinnen und Patienten rechtfertigen den konsequenten Einsatz für die Anerkennung der Homöopathie sowohl in Fachkreisen als auch in der breiten Öffentlichkeit.

Wir ersuchen die heimischen Journalistinnen und Journalisten in ihrer Rolle als wichtige Meinungsbildner um ihre Mithilfe bei unseren Bemühungen um eine faire und sachliche Beurteilung der Homöopathie.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Christoph Abermann
Präsident der Ärztegesellschaft für klassische Homöopathie

Dr. Volker Neubauer
Präsident der Gesellschaft für Homöopathische Medizin

Dr. Petra Weiermayer
Präsidentin der Gesellschaft für Veterinärmedizinische Homöopathie

(Rückfragehinweis: Dr. Christoph Abermann, christoph.abermann@aekh.at 0699-17266009)

Homöopathen wehren sich