Potenzierung

Als “Potenzierung” oder “Dynamisierung” werden pharmazeutische Verfahren bezeichnet, die durch wiederholte Schritte von Verdünnung und Verschüttelung oder Verreibung die homöopathischen Wirkeigenschaften von Arzneistoffen entwickeln.

Jede homöopathische Arznei wird auf diese Weise potenziert, d.h. dynamisch gemacht und gemäß den Richtlinien des geltenden homöopathischen Arzneibuchs hergestellt.

Pflanzliche, tierische Rohstoffe werden zuerst meist in eine flüssige Urtinktur, mineralische Rohstoffe in eine pulverisierte Form (Verreibung) gebracht. Anschließend wird diese mit einer Trägersubstanz (flüssige meist mit einer Alkohol-Wasser-Mischung, feste mit Milchzucker) vermischt. Dabei werden Wirksubstanz und Trägerstoff in bestimmten Verdünnungsverhältnissen (1:10 = D-Potenz, 1:100 = C-Potenz; 1:50.000 = LM-Potenz) verschüttelt oder verrieben. Diesen Vorgang nennt man Potenzierung.

C-Potenzen

wurden von Hahnemann entwickelt und werden in Verdünnungsschritten 1:99 nach der Mehrglasmethode (für jeden Schritt wird ein neues Glas verwendet) hergestellt. Es wird nach jedem Verdünnungsschritt 10 Mal (meist händisch) durch Schläge auf eine Unterlage verschüttelt.

K-Potenzen (Korsakoff-Potenzen)

werden nach der Einglasmethode meist durch spezielle Potenzierungsmaschinen hergestellt.

D-Potenzen

wurden zu Lebzeiten Hahnemanns erstmals 1835/36 von Bruno Vehsemeier auf Vorschlag von Constantin Hering eingeführt. Es wird 1:9 verdünnt.

Q-Potenzen

Hahnemanns Potenzart zur Behandlung chronischer Krankheiten. Q steht für lat. Quinquaginta milla und entspricht der Verdünnung 1: 50.000.

LM-Potenzen

sind den Q-Potenzen ähnlich, sie entsprechen ebenfalls der Verdünnung 1: 50.000 und werden nur anders hergestellt.

Fluxionspotenzen

wurden in den USA entwickelt und werden maschinell hergestellt. Sie werden vor allem für sehr hohe Potenzen verwendet und mit FC bezeichnet.